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Wie Unternehmen in Deutschland Geflüchteten berufliche Perspektiven geben

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UNO-Flüchtlingshilfe und NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge laden zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni ins Unilever-Haus nach Hamburg

Weltflüchtlingstag 2019

Am 20. Juni ist der Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen. Um Solidarität mit Flüchtlingen zum Ausdruck zu bringen, finden an diesem Tag weltweit in etwa hundert Ländern Veranstaltungen statt. Auch das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge und die UNO-Flüchtlingshilfe nehmen das zum Anlass und laden zum zweiten Mal anlässlich des Weltflüchtlingstages ein. Dieses Mal zu Ben & Jerry‘s ins Unilever-Haus in Hamburg.

Viele Unilever-Marken weltweit engagieren sich für die Unterstützung Geflüchteter, allen voran Ben & Jerry's. Im Rahmen ihrer „Social Mission“ hat die Marke letztes Jahr zwölf Newcomern durch Existenzgründungsworkshops die Möglichkeit eröffnet, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Farhan Allafi, ein Absolvent des Programms, wird am 20. Juni über seine Erfahrungen sprechen.

In der Veranstaltung erhalten Unternehmen und Interessenten Praxistipps, wie die Ausbildung und Beschäftigung Geflüchteter gelingt. In einer Podiums¬diskussion kommen Ausbildungs- und Unternehmensvertreter sowie Geflüchtete in Ausbildung in den Dialog, um über ihre Erfahrungen zu berichten. Die teilnehmenden Unternehmen sind neben Ben & Jerry’s auch Volkswagen, EDEKA sowie Hamburger Hafen und Logistik.

Anlässlich des Weltflüchtlingstages zeigt sich Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier vom Engagement der Unternehmen beeindruckt: „Der Weltflüchtlingstag ist ein guter Anlass, sich bei den vielen Unternehmen in Deutschland für ihr Engagement zu bedanken. Sprachkenntnis und Arbeitsmarktintegration sind zentrale Voraussetzungen für einen gelungenen Neustart von Flüchtlingen in unserer Gesellschaft.“

Dr. Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg ergänzt: „Ausbildung und Arbeit sind für Flüchtlinge eine große Chance, ihr Leben in Hamburg selbstbestimmt und aus eigener Kraft zu gestalten. Viele Unternehmen haben dieses ermöglicht, indem sie sich aktiv für die Beschäftigung von Flüchtlingen in ihren Betrieben eingesetzt haben. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Integrationspolitik des Senats und stärken ihre Unternehmen durch die Vielfalt ihrer Mitarbeiter.“

In ganz Deutschland arbeiten inzwischen mehr als 400.000 Geflüchtete. Das entspricht 35 Prozent der seit 2015 zugezogenen Menschen. Vor drei Jahren waren es noch 9 Prozent. Den DIHK-Präsidenten Dr. Eric Schweitzer stimmt diese Entwicklung positiv: „Rund 60 Prozent der Unternehmen sehen derzeit im Fachkräftemangel ein Risiko für ihre Geschäftsentwicklung. Es ist daher für viele Betriebe wichtig, bei der Stellenbesetzung auch Geflüchteten unbürokratisch Chancen geben zu können. Damit dies mittel- bis langfristig besser gelingen kann, engagiert sich die IHK-Organisation seit 2015 gemeinsam mit den Unternehmen intensiv für die Integration von Geflüchteten in Ausbildung und Beschäftigung.“

Weitere Informationen zur Veranstaltung: www.nuif.de/weltfluechtlingstag-2019


Über das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge

Das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge ist mit mehr als 2000 Mitgliedsbetrieben das bundesweite größte Netzwerk zur Arbeitsmarktintegration Geflüchteter. Es wurde 2016 als gemeinsame Initiative des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gegründet. Die Angebote des NETZWERKs wie Beratung, Informationsmaterialien, Webinare, Workshops und Veranstaltungen sind wie die Mitgliedschaft kostenlos. Weitere Information unter www.nuif.de.


UNO Flüchtlingshilfe e. V.

Die UNO-Flüchtlingshilfe ist der deutsche Partner des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR). Sie unterstützt die weltweiten, lebensrettenden Einsätze des UNHCR und fördert Projekte für Flüchtlinge in Deutschland. Aktuell leistet der UNHCR mit knapp 17.000 Personen in 138 Ländern humanitäre Nothilfe und setzt sich für die Rechte und den Schutz von Vertriebenen ein.

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