Unser Einsatz für das Tierwohl


Das Interesse am Wohl unserer Nutztiere ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen: bei Verbrauchern, Nichtregierungsorganisationen und auch beim Gesetzgeber.

Viele unserer Produkte enthalten Zutaten, die von Tieren stammen – wie zum Beispiel Eier in Mayonnaise, Milchprodukte in Eiskrem und Fleisch in Bouillons und Suppen. Tierwohl ist einer von insgesamt elf Nachhaltigkeitsindikatoren in unseren Richtlinien für Nachhaltige Landwirtschaft (Sustainable Agriculture Code SAC), die wir erstmals 2010 veröffentlicht und 2015 nochmals überarbeitet haben.

Anforderungen an Tierwohl

Unilever gehört nicht zu den großen Einkäufern von tierischen Rohwaren. Um unsere Ansprüche in Bezug auf Tierwohl umzusetzen, müssen unsere Lieferanten die Anforderungen erfolgreich in ihre Lieferkette integrieren. Die Basis dafür bilden die sogenannten fünf Freiheiten im Tierschutz:

  • Freisein von Hunger und Durst (Zugang zu frischem Trinkwasser und gesunder Nahrung)
  • Freisein von Unbehagen (angemessenes Lebensumfeld mit Unterschlupf und bequemem Liegeplatz)
  • Freisein von Schmerzen, Verletzungen und Krankheiten (Vermeidung bzw. schnelle Behandlung)
  • Freisein zum Ausleben normaler Verhaltensweisen (ausreichendes Platzangebot, angemessene Funktionsbereiche und sozialer Kontakt zu Artgenossen)
  • Freisein von Angst und Leiden (Haltungsbedingungen und Behandlungen, die Leiden vermeiden)

Unsere Anforderungen im Einzelnen finden sich in den Umsetzungsrichtlinien des SAC. Dazu gehören die Art der Unterbringung im Stall, die hygienischen Verhältnisse, die Fütterung, der Zugang zu Wasser, die Gesundheitsfürsorge, der verantwortungsvolle Umgang mit Antibiotika, die Vermeidung von Verstümmelungen, der Transport und die Schlachtmethoden.

Alle unsere Lieferanten müssen gesetzliche Vorgaben vollumfänglich erfüllen. Darüber hinaus unterstützen wir sie bei der Erfüllung unserer SAC-Standards. Die Standards werden veröffentlicht und wir berichten regelmäßig über unsere Fortschritte in diesem Bereich.

Käfigfreie Eier und nachhaltige Milchprodukte

Aufgrund unserer Einkaufsvolumen haben wir zunächst unseren Fokus auf den Einkauf von käfigfreien Eiern und unsere Lieferkette für Milchprodukte gelegt. Hier haben wir zusammen mit unseren Lieferanten große Fortschritte gemacht. In 2015 kamen weltweit bereits 45 Prozent unserer Eier aus käfigfreier Aufzucht, in Westeuropa liegt dieser Wert bereits deutlich höher. Für Ben&Jerry‘s Eiskrem werden beispielsweise schon lange Freilandeier verwendet und auch für unsere Mayonnaisen unter den Marken Knorr und Kuner setzen wir in Deutschland, Österreich und der Schweiz Freilandeier ein. Zudem enthalten alle unsere Produkte, die mit dem V-Label der Europäischen Vegetarier Union gekennzeichnet sind, mindestens Eier aus Bodenhaltung.

Von unseren milchbasierten Rohwaren stammen bereits 59 Prozent aus nachhaltiger Tierhaltung.

In den letzten Jahren haben wir unsere Nachhaltigkeitsziele auch auf Fleisch gerichtet. Wir arbeiten in diesem Bereich mit Tierschutzorganisationen und unseren Lieferanten zusammen. In 2015 haben wir 38 Prozent unseres Schweinefleisches in Europa auf der Basis von erhöhten Tierwohl-Standards eingekauft.

Unser Ziel ist es, alle tierischen Rohwaren ab 2020 nur noch aus nachhaltigen Quellen zu beziehen.

Männliche Küken

Wir kennen und teilen die Bedenken vieler Menschen über die Praxis, männliche Küken gleich nach dem Schlüpfen zu töten. Obwohl wir im Vergleich kleinere Mengen Eier einkaufen und verarbeiten, unterstützen wir aktiv die Initiativen von Eier-Produzenten, Tierschützern und Forschungsunternehmen, Alternativen zu dieser Praxis zu entwickeln. Wir unterstützen die Einführung eines Systems, das es ermöglicht, das Geschlecht des Kükens noch im Ei zu bestimmen. In den USA hat bereits ein Hersteller angekündigt, ein solches System bis 2020 einzuführen, das das Töten männlicher Küken verhindert.

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