Unsere Konsument*innen und Kunden, aber auch andere Stakeholder interessieren sich dafür, wie wir unser Geschäft führen und welche Grundsätze, Prozesse und Ziele dabei für uns relevant sind. Auf dieser Seite beantworten wir häufig gestellte Fragen zu ausgewählten Themen unserer Geschäftstätigkeit.
Dabei erläutern wir, welche Anforderungen wir berücksichtigen, welche internen Prozesse wir anwenden und wo weiterführende Informationen zu unseren globalen Richtlinien, Programmen und Fortschrittsberichten verfügbar sind.
Gentechnisch veränderte Pflanzen
Gentechnik wird in der Landwirtschaft seit vielen Jahren eingesetzt, unter anderem mit dem Ziel, Pflanzen widerstandsfähiger gegenüber Schädlingen oder Krankheiten zu machen. In verschiedenen Regionen der Welt werden gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut, sofern sie von den jeweils zuständigen Behörden zugelassen sind.
Der Anbau und die Nutzung gentechnisch veränderter Pflanzen werden weiterhin kontrovers diskutiert. Befürworter*innen verweisen unter anderem auf behördliche Sicherheitsbewertungen, mögliche Vorteile in der landwirtschaftlichen Nutzung und Beiträge zur Versorgung einer wachsenden Weltbevölkerung. Kritiker*innen äußern Bedenken im Hinblick auf mögliche Auswirkungen auf Gesundheit, Biodiversität und Umwelt sowie auf Marktstrukturen im Saatgutbereich.
Bei Unilever stehen die Sicherheit unserer Produkte sowie die Erwartungen unserer Konsument*innen im Mittelpunkt. Wir berücksichtigen, dass in verschiedenen Märkten unterschiedliche gesetzliche Anforderungen und gesellschaftliche Erwartungen an die Lebensmittelproduktion bestehen – auch im Hinblick auf gentechnisch veränderte Pflanzen.
In Deutschland setzen wir in unseren Produkten keine gentechnisch veränderten Zutaten ein. Unsere Produkte erfüllen die jeweils geltenden gesetzlichen Anforderungen, einschließlich der Kennzeichnungsvorschriften für gentechnisch veränderte Lebensmittel. Produkte ohne entsprechende Kennzeichnung entsprechen den geltenden Kennzeichnungsvorgaben.
Klimaschutz
Der Klimawandel hat Auswirkungen auf Menschen, Ökosysteme und Lieferketten. Deshalb ist der Umgang mit Treibhausgasemissionen ein relevantes Thema für unsere Geschäftstätigkeit.
In unserem Climate Transition Action Plan beschreiben wir unsere Klimaziele sowie Maßnahmen zur Verringerung von Treibhausgasemissionen in unseren eigenen Aktivitäten und entlang unserer Wertschöpfungskette. Der Plan enthält Informationen dazu, wie wir Emissionen erfassen, welche Handlungsfelder wir priorisieren und wie wir über Fortschritte berichten.
Zur Einordnung und Validierung von Klimazielen nutzen Unternehmen zunehmend externe Standards und Initiativen. Dazu zählt auch die Science Based Targets initiative, die wissenschaftsbasierte Ziele zur Emissionsreduktion bewertet. Unilever hat seine Klimaziele durch die SBTi validieren lassen und den Climate Transition Action Plan den Aktionär*innen zur Abstimmung vorgelegt.
Weitere Informationen zu unseren Klimazielen, Maßnahmen und Fortschritten finden Sie auf unserer globalen Website.
Künstliche Intelligenz (KI)
Künstliche Intelligenz ist seit mehreren Jahren Teil der digitalen Transformation von Unilever. Sie kann Prozesse unterstützen, die Produktivität steigern und neue Möglichkeiten für Analyse, Entwicklung und Zusammenarbeit schaffen.
Der Einsatz von KI bringt zugleich rechtliche, ethische und organisatorische Fragen mit sich. Dazu gehören unter anderem der Umgang mit Fehlinformationen, Datenschutz, geistigen Eigentumsrechten und möglichen Verzerrungen in KI-Systemen.
Um KI-Anwendungen zu prüfen, nutzt Unilever interne Prozesse zur Bewertung und Minderung von Risiken. Dazu gehören unser AI Assurance System sowie interne Leitlinien, Schulungen und Grundsätze zum verantwortungsvollen Einsatz von KI. Diese Instrumente sollen Mitarbeitende dabei unterstützen, KI-Anwendungen im Einklang mit geltenden Anforderungen und internen Standards zu nutzen.
Weitere Informationen zu unserem AI-Assurance-Prozess finden Sie auf unserer globalen Website.
Menschenrechte
Die Achtung der Menschenrechte ist Bestandteil der Unternehmensgrundsätze und Geschäftstätigkeiten von Unilever.
Wir orientieren uns an internationalen Standards und unterstützen gesetzliche Rahmenbedingungen, die Unternehmen zur Einhaltung menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten verpflichten. Solche Regelungen sollen dazu beitragen, faire Bedingungen zu fördern und menschenrechtliche Risiken in globalen Wertschöpfungsketten besser zu adressieren.
In unseren eigenen Geschäftsbereichen setzen wir uns unter anderem mit Themen wie sicheren und gesunden Arbeitsbedingungen, Gleichbehandlung, Vereinigungsfreiheit und Tarifverhandlungen auseinander. Diskriminierung, Zwangsarbeit, Menschenhandel und Kinderarbeit stehen nicht im Einklang mit unseren Unternehmensgrundsätzen.
Auch entlang unserer Wertschöpfungskette erwarten wir von Geschäftspartner*innen, dass sie Grundsätze einhalten, die mit unseren eigenen Anforderungen vereinbar sind. Wir informieren Mitarbeitende und Partner über unsere Standards und erwarten, dass Bedenken oder mögliche Verstöße über die vorgesehenen Kanäle gemeldet werden.
Wir überprüfen unsere Prozesse regelmäßig und entwickeln sie bei Bedarf weiter. Weitere Informationen zu unserem Ansatz im Bereich Menschenrechte finden Sie auf unserer globalen Website.
Mineralöl-Rückstände
Der mögliche Übergang von Mineralölbestandteilen aus Verpackungen oder Transportmaterialien in Lebensmittel wird seit mehreren Jahren diskutiert. Dies betrifft insbesondere Verpackungen aus recyceltem Papier, bei denen Rückstände aus Druckfarben über Recyclingfasern in Verpackungsmaterialien gelangen können. Auch bestimmte Transportverpackungen, etwa Säcke für Rohwaren, können eine mögliche Quelle für Mineralöl-Rückstände sein.
Die Verpackungs- und Lebensmittelindustrie arbeitet gemeinsam mit wissenschaftlichen Einrichtungen, Lieferanten und Behörden daran, mögliche Eintragsquellen zu identifizieren und Übergänge in Lebensmittel zu minimieren. Dazu gehören die Überprüfung von Lieferketten, die Bewertung möglicher Schwachstellen und technische Lösungen wie logistische Anpassungen oder geeignete Barriereschichten in Verpackungen.
Unilever nutzt Monitoring- und Kontrollprozesse, um mögliche Kontaminationen mit Mineralölbestandteilen wie MOSH und MOAH zu bewerten und zu vermeiden. So stellen wir sicher, dass unsere Produkte und Verpackungen stets allen regulatorischen Standards entsprechen und unsere Konsument*innen sich auf die Qualität und Sicherheit unserer Produkte verlassen können.
Nachhaltige Beschaffung
Für viele unserer Produkte verwenden wir landwirtschaftliche Rohwaren. Ihre Bereitstellung ist mit ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Fragestellungen verbunden und betrifft eine Vielzahl von Menschen entlang der Lieferkette.
Unilever arbeitet mit Lieferanten zusammen, um Anforderungen an landwirtschaftliche Rohstoffe umzusetzen. Grundlage dafür sind unter anderem unser Sustainable Agriculture Principles sowie unsere Regenerative Agriculture Principles. Diese Dokumente beschreiben Anforderungen und Handlungsfelder, die unter anderem Bodenmanagement, Wassernutzung, Biodiversität, Klimastabilität sowie die Lebensgrundlagen von Kleinbäuerinnen betreffen.
Unser Ansatz konzentriert sich auf ausgewählte Rohstoffe und Lieferkettenbereiche, in denen wir relevante Risiken und Handlungsfelder identifiziert haben. Dazu gehören unter anderem die Weiterentwicklung landwirtschaftlicher Praktiken, die Verbesserung von Rückverfolgbarkeit und die Zusammenarbeit mit Lieferant*innen und Partnerorganisationen.
Informationen zu Umfang, Kriterien, Zielen und Fortschritten unserer Programme zur Beschaffung landwirtschaftlicher Rohstoffe finden Sie auf unserer globalen Website.
Palmöl
Palmöl ist aufgrund seiner Eigenschaften ein wichtiger Rohstoff für viele Produkte und wird in verschiedenen Branchen eingesetzt. Es weist im Vergleich zu einigen anderen Pflanzenölen eine hohe Flächeneffizienz auf und ist zugleich mit ökologischen und sozialen Herausforderungen in den Anbauregionen verbunden.
Unilever arbeitet seit mehreren Jahren mit Lieferant*innen, Brancheninitiativen, Partnerorganisationen und weiteren Akteuren an Anforderungen für die Palmöl-Lieferkette. Dazu gehören unter anderem Kriterien zur Rückverfolgbarkeit, zum Schutz von Wäldern und Ökosystemen sowie zur Einhaltung sozialer Standards.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Transparenz in der Lieferkette. Unilever veröffentlicht Informationen zu direkten und indirekten Palmöl-Lieferanten sowie zu Palmölmühlen auf der globalen Website. Außerdem nutzen wir digitale Instrumente und Datenquellen, um Informationen zur Herkunft von Rohstoffen in der Lieferkette besser verfügbar zu machen.
Weitere Informationen zu unseren Anforderungen, Programmen und Fortschritten im Bereich Palmöl finden Sie auf unserer globalen Website.
Plastik und Verpackungen
Verpackungen erfüllen wichtige Funktionen: Sie schützen Produkte, unterstützen Haltbarkeit und Qualität und ermöglichen Transport, Lagerung und Nutzung. Gleichzeitig können Verpackungsabfälle Auswirkungen auf Umwelt und Ressourcen haben, wenn sie nicht ordnungsgemäß gesammelt, wiederverwendet oder recycelt werden.
Unilever arbeitet an Maßnahmen zur Verringerung des Verpackungsmaterialeinsatzes, zur Verbesserung der Recyclingfähigkeit von Verpackungen und zur Prüfung alternativer Materialien und Verpackungslösungen. Dabei betrachten wir unterschiedliche Ansätze parallel:
- Material reduzieren: Wir prüfen Möglichkeiten, den Materialeinsatz in Verpackungen zu senken oder wiederverwendbare Lösungen einzusetzen.
- Recyclingfähigkeit verbessern: Wir arbeiten daran, Verpackungen so zu gestalten, dass sie – abhängig von lokalen Sammel- und Recyclingstrukturen – besser recycelt werden können.
- Alternative Lösungen prüfen: Wo möglich, untersuchen wir alternative Materialien, Nachfüllkonzepte oder Verpackungsformate, die den Einsatz von Kunststoff reduzieren oder ersetzen können.
Unilever ist Partner der Ellen MacArthur Foundation und beteiligt sich an Diskussionen über Rahmenbedingungen, Definitionen und Maßstäbe für Verpackungen und Kreislaufwirtschaft.
Weitere Informationen zu unseren Maßnahmen, Zielen und Positionen im Bereich Plastik und Verpackungen finden Sie auf unserer globalen Website.
Tierversuche
Wir testen unsere Produkte und Inhaltsstoffe nicht an Tieren. Unilever arbeitet seit vielen Jahren an wissenschaftlichen Methoden zur Sicherheitsbewertung von Produkten und Inhaltsstoffen ohne Tierversuche. Dazu gehören unter anderem computergestützte Modelle, Zellkulturverfahren und weitere alternative Testmethoden.
Nach unserer Einschätzung können moderne wissenschaftliche Methoden dazu beitragen, die Sicherheit von Produkten und Inhaltsstoffen ohne Tierversuche zu bewerten. Gemeinsam mit wissenschaftlichen Partnern, Behörden, Nichtregierungsorganisationen und weiteren Akteuren setzen wir uns für die Anerkennung und Anwendung solcher Alternativmethoden ein.
Unilever und mehrere unserer Marken werden von Organisationen wie PETA im Zusammenhang mit unserem Engagement für regulatorische Veränderungen und tierversuchsfreie Ansätze aufgeführt. Weitere Informationen zu unseren Programmen und Positionen zum Thema Tierversuche finden Sie auf unserer globalen Website.