Von Innovation bis hin zur Optimierung der Lieferketten verändert KI die Art und Weise, wie wir unser Geschäft führen.
Im Bereich der Körperpflege setzen wir auf neueste Tools und Plattformen, um Innovationen voranzutreiben, Projekte zielgerichtet umzusetzen und Entscheidungen schneller zu treffen. Gleichzeitig eröffnet uns KI ganz andere Möglichkeiten, Verbraucher*innen zu verstehen und ihre Bedürfnisse zu bedienen, denn sie hilft uns, Erkenntnisse schneller als je zuvor wirkungsvoll umzusetzen.
Durch die Integration von KI in unser Personal Care Geschäft ist sie zu einem strategischen Motor geworden: Sie ermöglicht bessere Produkte, steigert die Effizienz und schafft verbraucherorientierte Erlebnisse mit messbaren Ergebnissen von der Produktion bis ins Regal.
Großartige Erfolge im Bereich Social Media
Wenn wir die Attraktivität unserer Marken erhöhen wollen, müssen wir verstehen, wonach unsere Verbraucher*innen suchen.
KI versorgt uns in Echtzeit mit Erkenntnissen von unseren Verbraucher*innen. Dank dieser Informationen können unsere Marken aufkommende Trends sowie kulturelle Ereignisse authentisch und schneller als je zuvor aufgreifen.
Bei der Dove-Kampagne „Change the Compliment“ hat KI beispielsweise innerhalb kürzester Zeit analysiert, wie Verbraucher*innen auf kreative Botschaften reagieren und diejenigen hervorgehoben, die am besten bei der Zielgruppe ankamen.
Die Kampagne, die dazu anregen will, unsere Art Mädchen Komplimente machen, neu zu überdenken, wurde am Weltfrauentag (11. Oktober) gestartet und liefert bereits jetzt sehr positive Zwischenergebnisse.
In nur sechs Monaten - von den ersten Erkenntnissen bis zur Umsetzung - wurde die Kampagnen in 25 Märkten aktiviert und umfasst mehr als 100 Beiträge. So kam diese Kampagne in nicht einmal 30 Tagen auf 700 Millionen Impressions und eine herausragende positive Resonanz von 94 %.
KI-gestützte Verbrauchererkenntnisse, die Kundenbindung schaffen
Die Bedeutung der Bindung zu Kunden und Verbraucher*innen im Einzelhandel hat auch die analogen Welt verändert. Dies zeigt sich besonders deutlich im Personal Care Bereich: Mithilfe von KI gelingt es den Teams, am Regal von einer reaktiven zu einer proaktiven Aktivierung übergehen.
In Lateinamerika etwa geben KI-Tools Merchandising-Teams personalisierte Empfehlungen. Statt angesichts unzähliger Möglichkeiten die Orientierung zu verlieren, können sie sich nun auf eine nach Prioritäten geordnete Aktionsliste konzentrieren, die genau auf den lokalen Bedarf zugeschnitten ist.
„In Brasilien setzen wir digitale Tools direkt am Point of Sale ein, um den Verkauf vor Ort zu steigern. Mehr als 3.600 Merchandiser in 6.000 Filialen nutzen jetzt Daten, um zu entscheiden, welche Geschäfte sie besuchen und welche Maßnahmen die größte Wirkung haben. Mit Bilderkennung und Absatzdaten können sie proaktiv leere Regale und Lücken bei der Sichtbarkeit verhindern“, erklärt Claudia Meira, Chief Digital & Information Officer, Personal Care and Beauty & Wellbeing, LATAM.

Entwicklung von exzellenter Produktivität und KI-Kompetenz
KI-Tools wie diese werden inzwischen im gesamten Unternehmen eingesetzt. Gleichzeitig haben wir ein Programm gestartet, um unseren Teams diese sich schnell entwickelnde Technologie zugänglich zu machen und ihnen zu vermitteln, wie sie sie wirkungsvoll einsetzen. Das Programm, zugeschnitten auf die auf die jeweiligen Bereiche, umfasst beispielsweise praxisnahe Schulungseinheiten, Workshops und offene Sprechstunden, in denen KI- Experten Fragen beantworten, Probleme lösen und Tipps für schnelle Erfolgen geben.
Dank der Unterstützung durch Führungskräfte, die zeigen, wie sie selbst KI nutzen, hat dieses Programm dazu geführt, dass mehr als 75 % der Büromitarbeitenden aus dem Bereich Personal Care nun selbst regelmäßig persönliche KI-Produktivitätstools nutzen, was wiederum die Performance gesteigert hat.
Ein herausragendes Beispiel ist der „Smart Briefing Pilot“, der kürzlich von den Marketingteams der Marke Closeup getestet wurde. Mit übergeordneten Zielvorgaben und einer Ergänzung um KI-generierte Inhalte konnte die Qualität der Briefings um 14 % verbessert, die Zufriedenheit um 26 % gesteigert und eine Zeitersparnis von bis zu 58 % erreicht werden.
Schnellere Durchbrüche in der Forschung und Entwicklung
Geschwindigkeit ist vielleicht der sichtbarste Vorteil, den KI für unser Unternehmen bringt. Insbesondere im Bereich Entdeckungen und Innovationen wurden die Zeiträume durch diese neue Technologie verkürzt.
Analysen komplexer biologischer Fragestellungen, für die früher Tausende von Versuchen gemacht werden mussten, erfolgen nun anhand schneller Computersimulationen, die Innovationen erleichtern und beschleunigen.
Die „Odour Adapt“ Technologie für unsere Ganzkörper-Deodorants wurde beispielsweise mit Hilfe komplexer Algorithmen entwickelt, die analysiert haben, wie sich die jeweiligen Formulierungen auf Schweiß und Bakterien auswirken.
Exzellente Fertigungsqualität in unserer Lieferkette
Auch unsere Fabriken setzen auf KI, um Produktivität, Qualität und Geschwindigkeit zu steigern. So werden auf diese Weise autonome Prozesse gesteuert, Wartung vorausschauend durchgeführt, um Ausfallzeiten zu minimieren, intelligente Prozesse genutzt, die die Erträge steigern sowie Abfälle reduzieren, und mittels digitaler Zwillinge Abläufe in Echtzeit optimiert.
Unser Personal Care Werk im brasilianischen Aguaí arbeitet beispielsweise neuerdings mit der „Safety Suite“. Dieses System integriert künstliche Intelligenz und Bilderkennung, um potenziell unsichere Verhaltensweisen zu erkennen, zu speichern und Teams darauf hinzuweisen.
Seit ihrer Einführung hat KI dazu beigetragen, die Erkennung potenzieller Gefährdungen an diesem Standort um 12 % zu verbessern.
Ein weiteres Beispiel findet sich in unserer Fabrik für Beauty & Wellbeing, Personal Care und Home Care Produkte in Hefei, China, in der wir unter anderem für unsere Powerbrands wie Dove produzieren. Hier nutzt man KI und digitale Zwillinge für Prozessoptimierungen, die vorausschauende Wartung und den 3D-Druck von Teilen, um eine reibungslose Produktion, Linienautomatisierung und schnellere Reaktionsfähigkeit zu erreichen.
Diese Innovationen haben spürbare Verbesserungen gebracht: Es ist uns gelungen, die Gesamtanlageneffektivität (GAE) um 8 % zu steigern, die Chargenzykluszeit (Zeit für die Fertigstellung einer Produktionscharge) um 15 % zu verringern und dabei zugleich die Abfallmenge um bis zu 20 % zu reduzieren.
Angesichts der erfolgreichen Integration von KI in das Personal Care Geschäft ist Morgan Vawter, Chief Digital & Information Officer, Personal Care, Home Care and Foods, optimistisch hinsichtlich der Möglichkeiten, die uns die KI bietet.
„Wir sind stolz auf das, was wir gemeinsam im Bereich Personal Care erreicht haben, und noch gespannter auf die Herausforderungen, die wir noch nicht gelöst haben“, sagt sie.
