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Unilever erzielt Fortschritte bei der Einführung regenerativer Landwirtschaft

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Regenerative Landwirtschaft kann dazu beitragen, die Bodengesundheit wiederherzustellen, Wasser zu sparen und die Biodiversität zu verbessern. Und sie ist eine strategische Notwendigkeit für unser Geschäft. Erfahren Sie, wie wir mit Landwirt*innen und Lieferant*innen gemeinsam daran arbeiten, eine widerstandsfähigere Lieferkette für Nahrungsmittel aufzubauen.

Treffen von Tomatenbauern mit dem Nachhaltigkeitsteam von Unilever bei einem Projekt für regenerative Landwirtschaft in Spanien.

Regenerative Landwirtschaft ist ein entscheidender Bestandteil unserer Bemühungen, die Natur zu schützen und uns für widerstandsfähigere globale Lieferketten zu engagieren – eine strategische Notwendigkeit für unseren Geschäftsbereich Foods, der mit unserer führenden Marken wie Hellmann‘s und Knorr im Jahr 2024 einen Umsatz von insgesamt 13,4 Milliarden € erzielt hat.

Die sich verschärfenden Folgen des Klimawandels sind schon jetzt wirtschaftlich spürbar. Extreme Wetterereignisse bedrohen die Ernteerträge, die Existenzgrundlage der Landwirte und lassen die Lebensmittelpreise steigen. Bei Unilever haben wir erlebt, wie mehrere aufeinanderfolgende Dürrejahre den Tomatenernten in Spanien zugesetzt haben. Doch in Zusammenarbeit mit unseren Lieferant*innen und Landwirt*innen ist es uns gelungen, Wege zu finden, um das Wassermanagement in der Region zu verbessern.

Wenn wir die Anbaumethoden für unsere Zutaten nachhaltiger gestalten, trägt dies dazu bei, unsere Widerstandsfähigkeit gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels zu stärken. Aus diesem Grunde setzen wir uns aktuell dafür ein, bis 2030 auf 1 Million Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche Methoden der regenerativen Landwirtschaft einzuführen.

Umsetzung regenerativer Landwirtschaft in der Praxis

Unsere Projekte zielen darauf ab, die Bodengesundheit zu verbessern, Kohlenstoff zu binden und den Wasserverbrauch zu senken, während zugleich die Biodiversität gesteigert wird. Dabei legen wir den Schwerpunkt auf die Feldfrüchte, die innerhalb unserer Lieferkette den Boden am stärksten beanspruchen – von Sojabohnen und Rapsöl für Hellmann‘s bis hin zu Gemüse und Reis für Knorr.

„Wir müssen große Flächen bearbeiten, um unser Ziel zu erreichen. Deshalb konzentrieren wir unsere Energie auf die wichtigsten Feldfrüchte und gehen von vielen kleinen Pilotprojekten zu einer geringeren Anzahl an großen Projekten über, bei denen wir wissen, dass sie einen höheren Nutzen erzielen werden. Außerdem intensivieren wir unsere Bemühungen, indem wir mit Partnern zusammenarbeiten, die im Hinblick auf die Natur und das Klima unsere Werte teilen. Auch wenn immer noch viel zu tun ist, sind wir doch sehr stolz auf unsere Fortschritte“, sagt Erin Hermsen, Sustainability Manager Business Operations bei Unilever.

Bis Ende 2024 hatten wir 23 aktive Projekte, die sich auf 130.000 Hektar erstreckten, und noch im Laufe des Jahres 2025 sollen sie auf mehr als 200.000 Hektar ausgedehnt werden. Bis 2027 streben wir eine Fläche von 550.000 Hektar an.

Landwirt auf einem Traktor bei der Arbeit mit Feldfrüchten

Partnerschaften zur Förderung des Fortschritts

Jedes Projekt, das wir angehen, beginnt mit einer Analyse der lokalen Umgebung. Diese wird von sachkundigen Partnern durchgeführt, die uns dabei helfen können, unsere Methoden passgenau auf die spezifischen Probleme vor Ort zuzuschneiden. Im Zuge des Gestaltungsprozesses sprechen die Expert*innen zudem mit den beteiligten Landwirt*innen und Lieferant*innen, um sicherzustellen, dass wir unsere Anstrengungen bündeln können.

Regenerative Landwirtschaft bedeutet, die Methoden der Lebensmittelproduktion umzugestalten – und es bedeutet auch, die Lieferkette so aufzubauen, dass die Lieferant*innen die Landwirt*innen tatsächlich unterstützen. Unilever ist in diesem Bereich eines unserer ambitioniertesten Unternehmen.

Anne-Sophie Alibert, Global Value Chain Account Lead, Pur

Pur ist einer der Partner, mit denen wir bei der Umsetzung unserer Projekte in aller Welt zusammenarbeiten. In Frankreich hat uns Pur mit Ardo in Kontakt gebracht – einem Unternehmen, das auf regenerative Landwirtschaft gesetzt hat, um Erbsen für Knorr anzubauen. Dazu haben wir gemeinsam maßgeschneiderte Lösungen erarbeitet, wie etwa Fruchtwechsel und die Anlage von Blühstreifen an den Feldrainen, die sich positiv auf die Biodiversität auswirken. Aktuell arbeiten Pur und Unilever zusammen daran, Knoblauch-Anbaubetriebe in China zu unterstützen: Sie entwerfen Düngepläne, die die Nutzung von synthetischen Düngemitteln reduzieren werden und darauf abzielen, mehr organische Bodensubstanz aufzubauen.

Knoblauchbauer bei der Kontrolle seiner Pflanzen – Teil eines von Pur und Unilever unterstützten Projekts zur Umsetzung von Methoden der regenerativen Landwirtschaft in China.

„Was man braucht, um Wirkung zu erzielen, ist wirtschaftlicher Nutzen“, erklärt Anne-Sophie. „Wenn Sie Erfolg skalieren möchten, müssen Sie nicht nur in ökonomischer, sondern auch in betrieblicher Hinsicht effizient agieren, denn alles muss einfach und zugänglich gestaltet sein. Bei der regenerativen Landwirtschaft wissen wir, dass sich die Investitionen für die Landwirt*innen auszahlen werden – denn der Boden gehört zu ihren wichtigsten Kapitalgrundlagen.“

Investitionen in die Natur: Unterstützung für Landwirt*innen bei der Umstellung

Die finanzielle Unterstützung durch Unilever hilft uns, die Landwirt*innen mit an Bord zu holen. Wir beteiligen uns an ihren Investitionskosten und tragen so dazu bei, eine reibungslose Umstellung auf regenerative Landwirtschaft zu gewährleisten. Denn eine Minderung der finanziellen Unwägbarkeiten ermutigt zum Experimentieren und verschafft den Landwirt*innen die Möglichkeit, regenerative Methoden auszuprobieren und die Vorteile selbst zu erleben, bevor sie sich dazu verpflichten, sie in großem Maßstab umzusetzen.

„Die Projekte von Unilever helfen mir zu erkennen, wie ich die Bodenbedingungen regulieren kann, um die Erträge zu steigern, die Kosten zu senken und weniger chemische Düngemittel zu benutzen“, sagt Vari Ban Yen, eine Reisbäuerin aus Thailand, die wir bei regenerativen Anbaumethoden unterstützen.

In Zusammenarbeit mit CP Foods und PWS können hier sehr wichtige Methoden umgesetzt werden, etwa der Anbau von Zwischenkulturen zur Verbesserung der Bodengesundheit, eine geringere Bodenbearbeitung zur Minimierung der Bodenerosion, direkte Einsaat zur Bewahrung des Bodens und eine passgenaue Ausbringung von Düngemitteln.

Vari Ban Yen, durch die Maßnahmen von Unilever zur Förderung der regenerativen Landwirtschaft in Thailand unterstützter Reisbauer.

Die Finanzierung unserer gemeinsamen Projekte mit den Lieferant*innen erfolgt über unseren Klima- und Naturfonds, mit dem wir uns verpflichten, bis 2030 eine Milliarde € zu investieren, um unsere Nachhaltigkeitsziele schneller zu erreichen. So haben wir die Möglichkeit, mit Co-Finanzierungslösungen zu arbeiten, in die Finanzinstitute wie etwa AXA und Tikehau Capital eingebunden sind.

Um auch über unsere Lieferkette hinaus wirksam zu werden, wünschen wir uns zudem einen systemischen Wandel, der weltweit zu einer schnelleren Umstellung auf regenerative Landwirtschaft anregt. Für die Landwirt*innen bedeutet dies einen besseren Zugang zu Finanzierungen, innovativen Technologien und breit aufgestellten Kompetenzentwicklungsprogrammen. Aus diesem Grunde beteiligen wir uns an der Sustainable Agriculture Initiative – wir möchten dazu ermutigen, dass die Branche einheitlich auf regenerative Methoden umstellt, die zu widerstandsfähigen Lieferketten beitragen.

„Die Umstellung auf eine regenerative Landwirtschaft hat das Potenzial, die globale Lebensmittelwirtschaft zu transformieren und ist entscheidend für die Lebensmittelsicherheit“, erklärt Erin. „Um diese Umstellung in großem Maßstab zu realisieren, müssen wir über die gesamte Lebensmittel-Wertschöpfungskette hinweg gemeinsam aktiv werden.“

Die Lösungen von Unilever für regenerative Landwirtschaft in Aktion

Tauchen Sie tiefer in dieses Thema ein und sehen Sie sich unsere interaktive Karte mit 15 Projekten von Unilever für regenerative Landwirtschaft an. Aktuell sind wir in 11 Ländern aktiv: Argentinien, Frankreich, Deutschland, Indien, Indonesien, Italien, Mexiko, Spanien, Thailand, Großbritannien und den USA.

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