Reduktion von Transfetten


Wir haben uns dazu verpflichtet, die Fettzusammensetzung unserer Produkte zu verbessern. Wir haben teilgehärtete Fette – als Quelle von Transfetten – aus unserem Portfolio entfernt. Zudem arbeiten wir weiter daran, den Anteil essentieller Fettsäuren zu erhöhen und gesättigte Fettsäuren zu reduzieren.

Was kann an Fett gut sein?

Fett ist ein essentieller Teil unserer Ernährung. Es hilft uns, bestimmte Nährstoffe aufzunehmen und ist eine wichtige Energiequelle. Laut WHO sollten zwischen 20 und 30 Prozent unseres täglichen Energiebedarfs durch Fette gedeckt werden.1

Unsere Position zu Transfetten

Transfette (auch bekannt als Transfettsäuren) sorgen dafür, dass das „schlechte“ (LDL) Cholesterin steigt und das „gute“ (HDL) Cholesterin sinkt. Gesundheitsexperten raten daher, die Zufuhr an Transfetten so gering wie möglich zu halten, um Herzkrankheiten vorzubeugen.

Es gibt zwei verschiedene Sorten Transfette: Der eine Typ ist natürlicherweise in Butter, Käse und einigen Fleischsorten enthalten und der andere wird während der Lebensmittelproduktion erzeugt – wenn Pflanzenöle teilgehärtet werden, um aus ihnen feste Fette zu machen. Beide haben einen negativen Einfluss auf den Cholesteringehalt im Blut.

Der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge sollen Konsumenten die tägliche Zunahme von Transfetten begrenzen und Lebensmittelhersteller sind angehalten, sie nicht in Lebensmitteln zu verarbeiten. Unilever reduziert bereits seit 20 Jahren die Transfette aus teilgehärteten pflanzlichen Fetten. 2010 haben wir uns im Rahmen des Unilever Sustainable Living Plans dazu verpflichtet, komplett auf Transfette zu verzichten. Im September 2012 waren 100 Prozent unserer Lebensmittel frei von Transfetten aus teilgehärteten Fetten. Zudem unterstützen wir Gesundheitsinitiativen zur Reduzierung der Zufuhr von Transfetten.

Was ist besser: Butter oder Margarine?

Viele Verbraucher halten Butter grundsätzlich für ein besseres Produkt als Margarine. Dem wiedersprechen verschiedene Argumente.

Aus ernährungsphysiologischer Sicht ist Margarine Butter vorzuziehen. Die Fettsäurenzusammensetzung von Margarine ist aufgrund eines hohen Anteils an essentiellen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren sehr gesund. Diese essentiellen Fettsäuren müssen mit der täglichen Nahrung aufgenommen werden. Sie tragen u.a. zur Erhaltung eines normalen Cholesterinspiegels bei und können so das Herz-Kreislauf-System schützen.

Zudem ist der Herstellungsprozess einer Margarine oder eines pflanzlichen Streichfetts deutlich umweltfreundlicher als der von Butter. Während ein Kilogramm Margarine lediglich 1.350 g CO2-Emissionen produziert, schlägt ein Kilogramm Butter mit 23.800 g CO2 zu Buche. Der Grund: Bei der Produktion tierischer Lebensmittel, wie Milch, Butter und Fleisch, entstehen durch Haltung und Viehzucht zahlreiche Emissionen.

Ist Margarine natürlich?

Aufgrund mangelnder Informationen über Herstellungsverfahren und Zutaten wird Margarine oft als etwas „Künstliches“ wahrgenommen. Tatsächlich sind Margarine und pflanzliche Streichfette natürliche Produkte. Hauptbestandteil ist eine Mischung verschiedener hochwertiger Pflanzenöle, darunter Raps-, Sonnenblumen- und Leinöl, sowie Trinkwasser (in der Regel zwischen 20 und 60 Prozent). Die verwendeten Ölsaaten, wie zum Beispiel Raps oder Sonnenblumen, werden auf dem Feld geerntet, zu Öl gepresst und schlussendlich zu Margarine verarbeitet.

Mit wenigen Zutaten, wie Pflanzenöl und -fett, Ei, Milch, Zitrone und Salz, kann man Margarine auch zu Hause zubereiten.

Gute Nachrichten für Butter-Freunde

Geschmack ist essentiell, wenn wir möchten, dass Menschen von Produkten mit vielen gesättigten Fettsäuren zu anderen Alternativen wechseln. Deshalb bietet Unilever auch sogenannte "Mélanges" an. Das sind pflanzenbasierte Brotaufstriche mit Butter-Anteil. So wird Verbrauchern der Buttergeschmack, aber mit 40 Prozent weniger gesättigten Fettsäuren, geboten.


1 Gemeinsame Expertenkonsultation der WHO/FAO. WHO Technical Report Series 916. Genf 2003.

Gehärtete vs. teilgehärtete Fette

Im Zusammenhang mit Margarine und Streichfetten führt das Thema gehärtete Fette häufig zu Verunsicherungen, da gehärtete Fette oft mit den unerwünschten Transfettsäuren gleichgesetzt werden. Das ist aber nicht richtig! Lediglich bei teilgehärteten Fetten sind Transfettsäuren enthalten, nicht aber in durchgehärteten Fetten. In Markenmargarinen von Unilever kommen kaum noch gehärtete Fette zum Einsatz. Falls doch, werden ausschließlich durchgehärtete Fette eingesetzt, so dass pflanzliche Streichfette heutzutage dank modernster Herstellungsverfahren nur noch Spuren von Transfettsäuren (unter 1 Prozent im Produkt) enthalten. Butter enthält von Natur aus Transfettsäuren (3 bis 5 Prozent im Produkt).

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