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Dermatologenpreis 2009

Wien - Unilever prämiert die bedeutendsten Forschungsarbeiten im Bereich der Dermatologie.

Der diesjährige Unilever Dermatologenpreis geht an Dr. Katharina Grabmeier-Pfistershammer und an Dr. Georg Stary von der Universitätsklinik für Dermatologie in Wien. Der mit 5.200 Euro dotierte Unilever Dermatologenpreis ist die bedeutendste österreichische Auszeichnung auf dem Gebiet der Dermatologie und wird jährlich für die herausragendsten Arbeiten in diesem Bereich verliehen.

„Unilever ist es ein wichtiges Anliegen, die Forschung und Entwicklung in Österreich aktiv zu fördern und damit auch einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustandes zu leisten“, erklärt Ing. Gerhard Gribl, Unilever Austria. So liefern die prämierten Arbeiten bedeutende Erkenntnisse, welche weitere Fortschritte bei der Stammzellentransplantation bzw. Behandlung von HIV Infektionen bringen könnten.

Die Arbeit von Dr. Katharina Grabmeier-Pfistershammer, Universitätsklinik für Dermatologie in Wien, und ihrem Team stellt die erste Beschreibung einer Antikörperantwort gegen ein Oberflächenantigen nach Stammzelltransplantation dar – und liefert somit erstmals Hinweise auf eine klinische Relevanz dieser Antikörper.

Denn bisher wurden hinsichtlich der allogenen Unterschiede zwischen Stammzell-Spender und Empfänger – welche zu starken Immunreaktionen führen können – vor allem intrazelluläre Antigene untersucht und beschrieben. In dieser Arbeit wird jedoch gezeigt, dass auch polymorphe Oberflächenantigene eine Immunreaktion mit Bildung von Antikörper in stammzelltransplantierten Patienten auslösen können. In diesem Zusammenhang wurde ILT5 als Antigen identifiziert, gegen das in über 5% der untersuchten stammzelltransplantierten Patienten Antikörper mit zum Teil sehr hohen Titern nachweisbar waren. In diesen Fällen reagierten die Antikörper jeweils nur mit dem ILT5 Molekül des Empfängers, aber nicht mit jenem des Spenders.

ILT5 ist auch auf Leukämiezellen exprimiert und in Patienten, die einen Rückfall ihrer Leukämie erlitten, konnte ein Anstieg des ILT5-Antikörpertiters festgestellt werden. Die gezeigte zytotoxische Aktivität der Antikörper weist auf mögliche antileukämische Eigenschaften hin.

Dr. Georg Stary, Klinische Abteilung für Immundermatologie und infektiöse Hautkrankheiten an der Universitätsklinik für Dermatologie in Wien, und sein Forschungsteam zeigen in der zweiten prämierten Arbeit einen neuen Mechanismus auf, der beschreibt, wie es zum Verlust spezieller Abwehrzellen (so genannter CD4+ Zellen) und damit zum Fortschreiten einer HIV Infektion kommt. Damit sind neue Ansätze denkbar, wie die Progression der HIV Infektion durch eine sehr spezifische therapeutische Intervention verhindert und somit zu einer besseren Immunlage von HIV-infizierten Patienten beigetragen werden kann.

Denn obgleich enorme Fortschritte in der Behandlung der HIV Infektion in den vergangenen Jahrzehnten erreicht wurden, sind die Ursachen, weshalb es bei Patienten mit einer HIV-Infektion zum Abfall der Abwehrzellen (CD4+ Zellen) kommt, nicht ganz klar. Die aus dem Verlust von CD4+ Zellen resultierende Immunschwäche führt schlussendlich zu Infektionen oder Entstehung von Tumoren, die das Krankheitsbild AIDS definieren.

Da es Hinweise gibt, dass nicht das HI-Virus alleine für die Zerstörung von CD4+ Zellen verantwortlich ist, untersuchten die Studienautoren in der nun ausgezeichneten Arbeit andere Immunzellen mit der Fragestellung, ob diese Zellen, fehlgeleitet durch das HI Virus, körpereigene CD4+ Zellen töten und somit zum Fortschreiten der HIV Infektion beitragen können.

Dr. Stary und sein Team konnten schließlich in HIV Patienten zeigen, dass so genannte plasmazytoide dendritische Zellen als spezialisierte Abwehrzellen spezielle Todesmoleküle auf deren Oberfläche im Blut und in den Lymphknoten von HIV Patienten aufweisen. Dies war nur der Fall, wenn tatsächlich HI Virus im Blut der Patienten nachweisbar war. Diese plasmazytoiden dendritischen Zellen von HIV+ Patienten können weiters körpereigene CD4+ Zellen töten, was bei gesunden Kontrollpersonen nicht der Fall ist.

Für Rückfragen:

Unilever Austria GmbH
Stella-Klein-Löw-Weg 13
A - 1023 Wien

+43 (0)1 605 35 721
mediarelations.at@unilever.com

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