Vor fünf Monaten hatten die meisten von uns noch nicht einmal von Covid-19 gehört. Doch fast über Nacht hat sich unsere gesamte Aufmerksamkeit auf diese unsichtbare, aber tödliche Krankheit gerichtet. Und das war auch nötig. Menschenleben waren – und sind – gefährdet.

Dabei verlagerte sich der Fokus von einer viel größeren und stets präsenten Bedrohung für Mensch und Planeten: die Klima- und Umweltkrise.

Darum müssen wir alle unsere Anstrengungen verdoppeln. Denn auch wenn die Zeit nicht auf unserer Seite ist, so haben wir doch noch ein Zeitfenster, in dem wir handeln können.

Darum kündigen wir heute eine neue Serie von Maßnahmen und Engagements an, mit denen wir die Gesundheit des Planeten verbessern wollen:

    • Wir verpflichten uns zur Nettoemissionsfreiheit aller unserer Produkte ab 2039 – von der Materialbeschaffung bis zum Verkauf unserer Produkte.
    • Wir stellen uns der Herausforderung, noch höhere Standards zum Schutz von Ökosystemen mit hohem Kohlenstoffgehalt, wie Wälder, Moore und Regenwälder, zu erreichen und werden ab 2023 eine entwaldungsfreie Lieferkette haben.
    • Wir helfen einer neuen Generation von Landwirten und Kleinbauern, ihre Umwelt zu schützen und zu regenerieren.
    • Wir führen einen neuen Kodex für regenerative Landwirtschaft für alle unsere Lieferanten ein, der auf unserem bestehenden Kodex für nachhaltige Landwirtschaft beruht.
    • Wir werden bis 2030 an 100 Standorten in wassergefährdeten Gegenden Programme für den verantwortlichen Umgang mit Wasser umsetzen und treten der „2030 Water Resources Group“ bei, um Wasserbeständigkeitsprogramme zu skalieren.
    • Die Unilever Marken werden gemeinsam 1 Mrd. € in einen neuen Klima- und Umweltfonds investieren, mit dem in den nächsten zehn Jahren bedeutsame und entschlossene Maßnahmen ergriffen werden.
    Ice capped mountains sit behind a lake. The reflection of the mountains is mirrored in the lake

    Photo by Unilever employee, Ina Blatt

    Wir wagen noch mehr, damit wir noch mehr erreichen

    Wir sind bekannt für ehrgeizige Vorhaben. Vergangenen Monat feierten wir das zehnjährige Jubiläum unseres Unilever Sustainable Living Plans. Dieser Plan hat uns eine Menge darüber aufgezeigt, was machbar ist und was nicht.

    Schon letztes Jahr haben wir engagierte Ziele angekündigt, um Kunststoff in der Kreislaufwirtschaft zu halten – wo er wiederverwendet, recycelt oder kompostiert wird – damit er nie in die Umwelt gelangt.

    Unsere neuen Verpflichtungen sind der nächste Schritt und gehen weiter als je zuvor.

    Unilever CEO Alan Jope dazu: „Während die Welt sich mit den verheerenden Auswirkungen der Covid-19-Pandemie befasst und weitreichende Fragen der Ungleichheit anpackt, dürfen wir nicht vergessen, dass die Klimakrise uns alle weiterhin bedroht. Klimawandel, Umweltschäden, Verlust der Artenvielfalt, Wasserknappheit – alle diese Themen hängen miteinander zusammen und müssen gleichzeitig angegangen werden.

    Dabei müssen wir uns klarmachen, dass die Klimakrise nicht nur eine Umweltkatastrophe ist, sondern auch eine furchtbare Auswirkung auf Menschenleben und Existenzgrundlagen hat. Daher liegt es in unserer Verantwortung, zur Bekämpfung der Krise beizutragen: als Unternehmen und durch direktes Handeln unserer Marken.“

    Maßnahmen durch einen neuen Klima- und Umweltfonds beschleunigen

    Zur Beschleunigung der Maßnahmen werden unsere Marken gemeinsam 1 Mrd. € in einen neuen zweckbestimmten Klima- und Umweltfonds investieren, mit dem in den nächsten zehn Jahren Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit unseres Planeten ergriffen werden. Er könnte sich mit Projekten wie der Wiederherstellung von Landschaften, der Senkung des Kohlendioxidausstoßes oder der Aufforstung und Wiederherstellung der Lebensräume wildlebender Arten befassen.

    Der Fonds baut auf der großartigen Arbeit auf, die wir bereits leisten. Beispielsweise unsere Marke Ben & Jerry’s, die Treibhausgasemissionen von Milchbauern senkt, Seventh Generation, die sich für einen Zugang zu erneuerbaren Energien für alle einsetzt, und Knorr, die Landwirte beim nachhaltigeren Anbau von Nahrungsmitteln unterstützt.

    „Unsere gemeinsame Verantwortung beim Bewältigen der Klimakrise ist es, eine absolute Reduzierung der Treibhausgasemissionen voranzutreiben und nicht einfach auf Kompensation zu setzen – denn wir besitzen die Größe und Entschlossenheit, es umzusetzen“, erklärt Marc Engel, Unilever Chief Supply Chain Officer. „Doch das ist nicht genug. Wenn wir in weiter Zukunft einen gesunden Planeten wollen, müssen wir uns auch um die Umwelt kümmern: Wälder, Böden, Artenvielfalt und Wasserökosysteme.

    „In weiten Teilen der Welt ist die wirtschaftliche und soziale Eingliederung von Landwirten und Kleinbauern in eine nachhaltige Landwirtschaftsproduktion der wichtigste Treiber für Veränderung, um die Entwaldung zu stoppen, die Wälder wiederherzustellen und zur Regeneration der Natur beizutragen. Letztlich sind sie die Hüter des Bodens. Daher müssen wir einer neuen Generation von Landwirten und Kleinbauern helfen und mit ihnen zusammenarbeiten, um drastische Veränderungen bei der Regenerierung der Umwelt zu erreichen.“

    Rise for Climate march in San Francisco

    Die Gesundheit des Planeten wiederherstellen

    Die globale Reaktion auf Covid-19 hat uns einen Vorgeschmack darauf gegeben, wie weitreichender Wandel aussehen kann. Wir konnten beobachten, wie viele drastische Veränderungen wir vorantreiben können, wenn uns klar ist, was auf dem Spiel steht, und wenn sich Menschen auf das konzentrieren, was ihnen wirklich wichtig ist.

    Während wir den Kampf gegen die Pandemie fortsetzen, müssen wir unsere Anstrengungen beim Bewältigen der beiden größten Herausforderungen, die wir derzeit zu meistern haben, intensivieren und beschleunigen: die Klimakrise und die soziale Ungleichheit. Und alle müssen mitmachen. Nicht nur Regierungen, Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen. Sondern auch alle Weltbürger und Weltbürgerinnen.

    Wenn Ihnen die Entwicklung der Menschheit und der Schutz der Ressourcen unserer Erde am Herzen liegen, muss Ihnen eine ernstzunehmende Reaktion auf den Klimawandel wichtig sein.

    Durch unsere neuen Verpflichtungen wollen wir noch mehr tun, um die Gesundheit der natürlichen Welt wiederherzustellen.

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