Der Unilever Sustainable Living Plan für

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Der Unilever Sustainable Living Plan

Steigerung von Gesundheit und Wohlbefinden

Reduzierung der Umweltbelastungen

Fairness am Arbeitsplatz

Bei Fairness am Arbeitsplatz geht es um Respekt und darum, die Rechte all derer zu schützen, die mit uns arbeiten.

Unilever R&D employees in the lab

Bei Fairness am Arbeitsplatz geht es um Respekt und darum, die Rechte all derer zu schützen, die mit uns arbeiten.

Ein Unternehmen kann in nur erfolgreich in sein, wenn die Menschenrechte respektiert, hoch gehalten und ausgebaut werden. Dies ist ein grundlegendes Prinzip unseres Geschäfts – bei allem, was wir tun und überall, wo wir tätig sind. 

Unilever möchte gleichzeitig das Unternehmenswachstum steigern und den positiven sozialen Einfluss verstärken. Wir nutzen die Stärke unserer Marken, um auf wichtige soziale Themen aufmerksam zu machen, wie Fairness am Arbeitsplatz und Gleichstellung.

Ziele und Fortschritte

Im Bereich Fairness am Arbeitsplatz haben wir uns herausfordernde Ziele gesetzt: bei der besseren Umsetzung der Menschenrechte, fairer Vergütung, Verbesserung der Mitarbeitergesundheit, Ernährung und Wohlbefinden sowie bei der Reduzierung von Verletzungen und Unfällen.

Fairness am Arbeitsplatz

Unser Ziel

Bis 2020 wollen wir die Fairness am Arbeitsplatz steigern, indem wir die Menschenrechte in unseren Arbeitsprozessen und entlang der Lieferketten verbessern. Unser Plan hierfür wird kontinuierlich weiter entwickelt und es werden bewährte Methoden gefördert. Wir werden Rahmenbedingungen für eine faire Vergütung schaffen und Mitarbeitern helfen, Gesundheit (physisch und mental), Ernährung und Wohlbefinden zu verbessern. Zugleich wollen wir die Anzahl der Unfälle und Verletzungen am Arbeitsplatz reduzieren.

Unser Fortschritt

2015 wurde unser erster Menschenrechtsbericht veröffentlicht. Er hat intern und extern das Bewusstsein für dieses Thema gefördert und Ressourcen in unserer erweiterten Lieferkette geschaffen. Zudem haben wir unsere Richtlinie für verantwortungsvolle Beschaffung eingeführt. 2015 erfüllten die Lieferanten von 54 Prozent unseres Einkaufvolumens die verpflichtenden Anforderungen. Weiterhin haben wir einen Rahmen für faire Vergütung geschaffen.

Darüber hinaus haben wir ein neues Programm zu mehr Wohlbefinden für unsere Mitarbeiter eingeführt. Unser Ergebnis im Bereich Sicherheit hat sich 2015 aufgrund eines Anstiegs bei den Reiseunfällen etwas verschlechtert. Unsere Reiserichtlinien verbieten nun das Telefonieren während des Autofahrens.

Unsere Aktivitäten

2015 haben wir das Unilever Responsible Sourcing Audit (URSA) eingeführt, den ersten Menschenrechtsbericht veröffentlicht und damit begonnen die Einhaltung der Menschenrechte bei den Lieferanten der wichtigsten Rohstoffe und in unseren Beschaffungsmärkten zu untersuchen. Zudem haben wir unsere Richtlinien mit neuen Bestimmungen wie der Responsible Business Partner Policy verstärkt und haben einen Rahmen für faire Vergütung geschaffen.

Wir wollen weiterhin das Bewusstsein für das Thema Menschenrechte stärken und Ressourcen hierfür schaffen. Wir gehen systematisch mit Hilfe von externen Initiativen wie dem World Economic Forum’s Global Agenda Council on Human Rights und dem Consumer Goods Forum gegen Verstöße gegen die Menschenrechte vor. Dabei konzentrieren wir uns auf Beschwerdemechanismen sowohl in unserem Unternehmen als auch in der erweiterten Lieferkette. Wir sind überzeugt, dass dies unabdingbar ist, damit die Menschenrechte respektiert und gefördert werden.

2015 haben wir das zweijährige „Lamplighter“-Programm zur Steigerung des mentalen Wohlbefindens abgeschlossen. „Lamplighter“ ist unser Programm zur Mitarbeitergesundheit und das mentale Wohlbefinden wurde als eines der drei größten Risiken für unser Geschäft identifiziert.

Leider hat sich das Ergebnis im Bereich Sicherheit 2015 verschlechtert, daher arbeiten wir 2016 hart an unserer „Vision Zero“ Strategie, d.h. keine Todesfälle, keine Verletzungen, keine Autounfälle, keine Unfälle in unseren Prozessen und keine Toleranz für unsicheres Verhalten. Weiterhin haben wir den Bereich Reiseunfälle als Schwerpunkt definiert. Deshalb ist es seit Juli 2015 verboten, auf Geschäftsreisen im Auto zu telefonieren.

  • Erfüllt: 3
  • Auf Plan: 4
  • Nicht auf Plan: 0
  • %% erfüllt: 0

Unsere Ziele

Weitere Informationen zur unabhängigen Prüfung des Unilever Sustainable Living Plans finden sich auf der globalen Webseite: Independent Assurance (in Englisch).

Implementierung der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte

Wir werden die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte in allen unseren Geschäftsprozessen implementieren und über den Fortschritt öffentlich berichten. 

Neues Ziel aus 2014

Im Juni 2015 haben wir unseren ersten Menschenrechtsbericht veröffentlicht.

Unsere Aktivitäten

Wir haben als eines der ersten Unternehmen die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte aufgenommen und sind das erste Unternehmen, das diese umfangreich einsetzt. Der Bericht erläutert unseren übergreifenden Ansatz im Bereich Menschrechte, unsere Richtlinien und Prozesse sowie unsere weiteren Prioritäten.

100 Prozent unseres Einkaufsvolumens berücksichtigt unsere Richtlinie für verantwortungsbewusste Beschaffung

Wir werden 100 Prozent unseres Einkaufsvolumens von Lieferanten beziehen, die sich zur Wahrung der Menschrechte gemäß unserer Richtlinie für verantwortungsbewusste Beschaffung verpflichtet haben.

Neues Ziel aus 2014

2015 erfüllten die Lieferanten von 54 Prozent unseres Einkaufvolumens die verpflichtenden Anforderungen gemäß unserer Richtlinie für verantwortungsbewusste Beschaffung.

Unsere Aktivitäten

2015 haben wir die Implementierung unserer Richtlinie für verantwortungsbewusste Beschaffung, Responsible Sourcing Policy (RSP), fortgeführt. Die Implementierung findet in Phasen statt und begann bei 1.000 strategischen Lieferanten, die die verpflichtenden Anforderungen erfüllen müssen und die 54 Prozent unseres Einkaufsvolumens abdecken.

Schaffung eines Rahmens für faire Vergütung

  • Wir werden einen Rahmen für faire Vergütung schaffen. Dazu starten wir 2015 eine Analyse in 180 Ländern.

Zusammen mit externen Organisationen, inkl. Partnern im sozialen Bereich, arbeiten wir Methoden beispielsweise zur Sicherung des Existenzminimums aus. 

Neues Ziel aus 2014

2015 haben wir einen Rahmen für faire Vergütung geschaffen. Zudem haben wir einen Vertrag mit einer externen Initiative, dem Fair Wage Network, abgeschlossen. Dieser liefert uns den Zugang zu einer weltweiten Datenbank der Existenzminima in jedem Land, in dem wir tätig sind. So können wir die niedrigsten Gehälter unterhalb des Managements mit dem jeweiligen Existenzminimum vergleichen.

Unsere Aktivitäten

Unser Rahmen für eine faire Vergütung zeigt uns den Weg, wie wir unsere Mitarbeiter mit den verschiedenen Bestandteilen der Vergütungspakete gerecht entlohnen können.

Wir haben einen Vertrag mit einer externen Initiative, dem Fair Wage Network, abgeschlossen. Dieser liefert uns den Zugang zu einer weltweiten Datenbank der Existenzminima in jedem Land, in dem wir tätig sind (111 Länder im Jahr 2015). Wir haben so die Möglichkeit, die Vergütung unserer Mitarbeiter1 anhand des Existenzminimums zu überprüfen.

Mit Hilfe der Fair Wage Network Datenbank haben wir zum ersten Mal weltweit die Festbezüge aller am geringsten bezahlten Mitarbeiter mit dem jeweiligen Existenzminimum verglichen. Diese Untersuchung fand für alle Work Level 1 Mitarbeiter statt (d.h. unterhalb des Managements).

Verbesserung der Mitarbeitergesundheit, Ernährung und Wohlbefinden

Unser Programm „Lamplighter“ hat zum Ziel, die Ernährung, Fitness und mentale Gesundheit der Mitarbeiter zu verbessern. Bis 2010 wurde es bereits in 30 Ländern implementiert. So konnten 35.000 Mitarbeiter erreicht werden.

  • Wir werden Lamplighter im Jahr 2011 in acht weiteren Ländern einführen, zwischen 2012 und 2015 folgen 30 weitere Ländern. Langfristig wollen wir das Programm in allen Ländern implementieren, in denen wir mehr als 100 Mitarbeiter beschäftigen. 

Neues Ziel aus 2014

  • Wir werden weltweit ein Programm zur Steigerung des mentalen Wohlbefindens implementieren.

Bis 2014 haben wir mit unserem „Lamplighter“ Programm 91.000 Mitarbeiter in 70 Ländern erreicht. 2015 waren es 80.000 Mitarbeiter in 70 Ländern.

2015 haben wir die zwei Jahre dauernde Einführung unseres Programms zur Steigerung des mentalen Wohlbefindens abgeschlossen und ein Komitee eingesetzt, das die Fortschritte in diesem Bereich überwacht.

Unsere Aktivitäten

Unser „Lamplighter“ Mitarbeiterprogramm ist der Schlüssel, um die drei größten Gesundheitsrisiken in unserem Unternehmen anzugehen: mentales Wohlbefinden, Lebensstil (z.B. Bewegung, Ernährung, Übergewicht) und ergonomische Faktoren (z.B. Mausarm). 

Lamplighter hilft, die Gesundheit unserer Mitarbeiter zu schützen, ihre Produktivität zu verbessern und Kosten zu reduzieren. 2014 konnten wir 91.000 Mitarbeiter in 70 Ländern erreichen und haben unser ursprüngliches Ziel von 68 Ländern damit ein Jahr früher erfüllt. 2015 waren es 80.000 Mitarbeiter (die Zahl variiert von Jahr zu Jahr, da wir nicht jeden Mitarbeiter jährlich erreichen).

2015 starteten wir im Rahmen des „Lamplighter“ Programms das Modul zum mentalen Wohlbefinden. Dies hilft dem Mitarbeiter, mit Stress umzugehen, gibt praktische Ratschläge, wie man sich am besten fokussiert und trainiert die Mitarbeiter, auf sich selber zu achten. Das Modul trägt zu unserem ganzheitlichen Ansatz des Wohlbefindens bei und ermöglicht den Mitarbeitern, ihr Potential zu erkennen und einen positiven Betrag zu leisten, sowohl in der Arbeit als auch zu Hause.

Reduzierung von Verletzungen und Unfällen am Arbeitsplatz

Unser Ziel lautet: keine Unfälle am Arbeitsplatz. Bis 2020 wollen wir die Total Recordable Frequency Rate (TRFR) der Unfälle in unseren Fabriken und Büros, d.h. die Gesamtrate der erfassten Unfälle, um 50 Prozent im Vergleich zu 2008 reduzieren.

Ende 2013 hatten wir die Reduzierung um 50 Prozent mit einer Quote von 1,03 Unfälle pro 1 Million Arbeitsstunden erreicht (2008: 2,10) – und damit sieben Jahre früher. 2015 ist die TRFR jedoch auf 1,12 Unfälle pro 1 Million Arbeitsstunden angestiegen.

Unsere Aktivitäten

Unsere Total Recordable Frequency Rate (TRFR), d.h. die Gesamtrate der erfassten Unfälle, ist auf 1,12 Unfälle pro 1 Million Arbeitsstunden angestiegen (gemessen von Oktober 2014 bis September 2015). Damit sind wir im Vergleich zu 2013 und 2014, als wir unser Ziel bereits erfüllt hatten, zurückgefallen. 

Die drei Hauptgründe sind Reiseunfälle, die auch nach der Einführung unseres „Global Safe Travel Standard“ ein Fokusbereich sind, der Zukauf von neuen Firmen mit abweichender Kultur im Bereich Sicherheit sowie ein größeres Projekt, in dessen Rahmen Fabriken in den USA geschlossen wurden. 

Wir nehmen den Rückgang sehr ernst und arbeiten daher 2016 hart an unserer „Vision Zero“ Strategie, d.h. keine Todesfälle, keine Verletzungen, keine Autounfälle, keine Unfälle in unseren Prozessen und keine Toleranz für unsicheres Verhalten. Da wir den Bereich Reiseunfälle als einen Schwerpunkt definiert haben, ist es seit Juli 2015 verboten, auf Geschäftsreisen im Auto zu telefonieren.

Unabhängig geprüft von PwC

Key

  • Achieved
  • On-Plan
  • Off-Plan
  • Of target achieved
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