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Lebensbedingungen mit Partnerschaften entlang der Wertschöpfungskette verbessern

Mit unseren Partnerschaften wollen wir die Chancengleichheit für Frauen erhöhen und die Lebensbedingungen von Kleinbauern verbessern.

Woman with tea leaves in India

Wir haben uns ein großes Ziel gesetzt: Bis 2020 wollen wir die Lebensbedingungen von Millionen Menschen verbessern, während wir unser Geschäft ausbauen. Um dies zu erreichen, wollen wir einen tiefgreifenden Wandel herbeiführen – durch grundlegende Änderungen des gesamten Systems, die sowohl für die Lebensbedingungen der Menschen auf der ganzen Welt, als auch für ein nachhaltiges Wachstum unseres Geschäfts notwendig sind.

Mit der Größe unserer Wertschöpfungskette können wir wirklich etwas bewegen - angefangen bei unseren Lieferanten, inklusive der Kleinbauern, die unsere Rohstoffe anbauen, über das Netzwerk an Kleinunternehmern und Händlern, die unsere Produkte verkaufen, bis hin zu den Milliarden Verbrauchern, die sie verwenden.

Aber wir können unsere Ziele nicht allein erreichen. Deshalb arbeiten wir in Partnerschaften mit Regierungen, NGOs und privaten Initiativen. Dabei nutzen wir die Größe, den Einfluss und die Reichweite unseres Geschäfts, um einen Wandel in wichtigen Bereichen herbeizuführen: Qualifizierung von fünf Millionen Frauen in unserer Wertschöpfungskette, Verbesserung der Lebensbedingungen vom 800.000 Kleinbauern, Aufbau von inklusiven Unternehmensmodellen und Förderung von Bildung.

Qualifizierung von Frauen in unserer Wertschöpfungskette

Knorr vendor in a village

Die Stärkung von Frauen ist entscheidend, um Armut zu bekämpfen und die weltweite nachhaltige Entwicklung zu fördern. 

Unser Geschäft bietet uns dafür einzigartige Möglichkeiten, denn Frauen spielen eine große Rolle in unserer Wertschöpfungskette – sei es beim Anbau, als Lieferantin, Distributeurin, Mitarbeiterin, Führungskraft, Managerin oder Kundin, denn 70 Prozent unserer Kunden sind Frauen. 

Mit unseren globalen Partnerschaften wollen wir tiefgreifende Veränderungen für Frauen und Familien bewirken, die uns helfen, unsere Ziele zu erreichen sowie unsere Rohstoffbeschaffung zu sichern, unsere Marken zu stärken und unser Geschäft zu Wachstum zu führen. Wir sind eine strategische Partnerschaft mit UN Women eingegangen, mit der wir Programme direkt vor Ort umsetzen, uns für Gesetzesänderungen einsetzen und starke Kampagnen entwickeln können, um das Bewusstsein für dieses Thema zu fördern. 

2014 haben wir uns zudem der „HeForShe“ Kampagne von UN Women angeschlossen, in der Männer aufgerufen werden, sich für die Gleichstellung von Männern und Frauen und die Beendigung aller Gewalt und Diskriminierungen gegenüber Frauen und Mädchen einzusetzen. Darüber hinaus arbeiten wir als „HeForShe IMPACT 10x10x10 Champion” mit zehn Regierungen, zehn Universitäten und neun anderen Unternehmen zusammen, um die Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern zu bekämpfen.

Verbesserung der Lebensbedingungen von Kleinbauern

Mit unserem Geschäft haben wir Einfluss auf das Leben von Millionen Menschen in der Landwirtschaft, zum einen durch unsere Marken und Produkte, zum anderen durch unsere Lieferkette. Unser Ziel ist es, die Lebensbedingungen von 800.000 Kleinbauern in unserer Lieferkette mit Hilfe von Partnerschaften zu verbessern, die sich mit den Themen Ernährung, Frauen, WASH (Wasser, sanitäre Versorgung und Hygiene) und Finanzen befassen. Darüber hinaus unterstützen wir landwirtschaftliche Unternehmer und nachhaltige Landwirtschaft.

Unser holistischer Ansatz ermöglicht uns, Programme zu entwickeln, die man auf verschiedene Länder und Anbauformen anpassen kann. Die Arbeit mit den Kleinbauern ist sowohl für unser Geschäft als auch aus sozialen Gründen wichtig – sie fördert die wirtschaftliche Entwicklung und hilft uns, unsere Wachstumsziele zu erreichen.

Unsere Strategie sieht vor, mit mehreren Partnern zusammen zu arbeiten. So können wir nicht nur die landwirtschaftlichen Anbautechniken verbessern, sondern haben auch darüber hinaus Einfluss. Wir arbeiten in diesem Bereich mit vielen Partner zusammen inkl. Oxfam, Acumen, Clinton Giustra Enterprise Partnership, Ford Foundation, International Fund for Agricultural Development (IFAD), GIZ (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit), PSI, Rainforest Alliance und lokalen Regierungsorganisationen.

Beispielsweise arbeiten wir mit der Global Alliance for Improved Nutrition (GAIN) daran, die Gesundheit und die Ernährung von Kleinbauern und deren Familien zu verbessern, speziell von Frauen und kleinen Kindern. Diese Partnerschaft hilft, die Lebensbedingungen von 2,5 Millionen Menschen in ländlichen Gebieten zu verbessern

Inklusive Distributions-Modelle

Unsere Distributions-Netzwerke sind ein wichtiger Teil unserer Wertschöpfungskette. Mit ihnen haben wir großartige Möglichkeiten, Lebensbedingungen zu verbessern und Wirtschaftswachstum voran zu bringen, denn viele Kleinhändler und junge Unternehmer sind dort beschäftigt.

Wir wollen das Einkommen von fünf Millionen Kleinhändlern in unserem Distributions-Netzwerk verbessern und Partnerschaften sind entscheidend, um dies zu erreichen. Viele der Programme richten sich speziell an Frauen, da wir wissen, dass die Stärkung von Frauen einen großen Einfluss auf die Gemeinschaften hat. 

Ein gutes Beispiel ist unser „Shakti“ Programm in Indien, in dem wir Frauen in ländlichen Gebieten ausbilden, unsere Produkte zu verkaufen. Dieses erfolgreiche Modell wollen wir mit Hilfe von Partnerschaften auch in anderen Ländern umsetzen.

In Nigeria haben wir das „Shakti“ Modell mit Programmen zur Verhaltungsänderung der Konsumenten kombiniert, beispielsweise mit der Lifebouy Kampagne, die Menschen zum regelmäßigen Händewaschen animiert, oder der Knorr Kampagne zum nährstoffreichen Kochen. Dies ist eine Initiative der „Amsterdam Initiative against malnutrition” und wird von der niederländischen Regierung sowie GAIN, PSI, BOP Innovation Center und lokalen Partnern unterstützt.

Ein weiteres Beispiel ist unsere „Transform“ Partnerschaft, die erste gemeinsame Initiative von Unilever und dem Department for International Development (DFID), um Armut zu bekämpfen, und die erste Partnerschaft dieser Art zwischen einem internationalen führenden Unternehmen und DFID. Die Clinton Guistra Enterprise Partnerschaft ist mit ihren weitreichenden Erfahrungen in der lokalen Distribution ebenfalls Partner bei „Transform“ Zusammen werden neue innovative Distributions-Modelle entwickelt, die Frauen in Nigeria helfen, ihre Buchhaltungs- und Verkaufskenntnissen zu verbessern, indem sie unsere Marken und andere Produkte des täglichen Bedarfs verkaufen. 

Mother reading health literature

Ein anderer Ansatz für inklusive Geschäftsmodelle sind die „Sunlight Villages“ – eine Partnerschaft zwischen Unilever, PSI und seiner lokalen Tochterorganisation Society for Family Health (SFH). 

Ziel der Zusammenarbeit ist die Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden der ländlichen Bevölkerung in Nigeria, während gleichzeitig Märkte für sogenannte „good for You“ Produkte aufgebaut werden. Mit Hilfe unserer Marken Knorr, Blueband, Lifebuoy und Pepsodent und durch den direkten Kontakt mit 600.000 Frauen im gebärfähigen Alter sollen Verhaltensänderungen im Bereich Ernährung, Hygiene und Mundgesundheit bewirkt werden.

Lebensbedingungen durch Bildung verändern

Eine gute Bildung kann das Leben von Menschen entscheidend verändern, indem sie Einkommen steigert, Armut bekämpft und so die Grundlage für wirtschaftliches Wachstum schafft. Wir arbeiten in Partnerschaften, um eine gute Bildung für Kinder zu ermöglichen. Derzeit gibt es 58 Millionen Kinder im Grundschulalter, die nicht zur Schule gehen, und geschätzte 130 Millionen Kinder, die die vierte Klasse erreichen, jedoch nicht die grundlegenden Fähigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen sowie im sozialen Bereich erlernt haben, die sie für ein erfolgreiches Leben benötigen. 

Unsere Waschmittelmarke Dirt is Good (Omo) arbeitet zusammen mit UNICEF daran, Kindern im Rahmen der „Learning for Tomorrow“ Initiative eine gute Bildung zu ermöglichen. Wir schaffen für zehn Millionen Kinder in Brasilien, Indien und Vietnam bessere Möglichkeiten zum Lernen, indem wir eine neue Infrastruktur aufbauen, um so die Zahl der Kinder zu ermitteln, die nicht zur Schule gehen. Darüber hinaus bilden wir Lehrer aus, erhöhen den Ausbildungsstandard und entwickeln Kampagnen, die die Nachfrage nach guter Bildung steigern sollen.

Wichtige Fakten und Herausforderungen

  • 2050 werden schätzungsweise 9 Milliarden Menschen auf der Erde leben.1 
  • 805 Millionen Menschen leiden an Hunger (einer von neun Menschen).2
  • Wenn Frauen in der Landwirtschaft denselben Zugang zu Bildung und Ressourcen hätten wie Männer, könnten die landwirtschaftlichen Erträge um 20 bis 30 Prozent, die Agrarproduktion in den Entwicklungsländern um 2,5 bis 4 Prozent gesteigert und Zahl der Hungernden weltweit um 100 bis 150 Millionen Menschen gesenkt werden.3
  • 85 Prozent der Bauern weltweit sind Kleinbauern. Sie produzieren 70 Prozent der Lebensmittel weltweit.4
  • Frauen produzieren 50 Prozent der Lebensmittel weltweit, besitzen aber nur 1 Prozent des Vermögens.5
  • Während Frauen 65 Prozent der Arbeit weltweit erledigen, erhalten sie nur 10 Prozent des Einkommens und stehen für 70 Prozent der Menschen, die in Armut leben.6
  • 58 Millionen Kinder im Grundschulalter erhalten keine Schulbildung.7
  • 443 Millionen Schultage fallen jährlich aufgrund von Wassermangel, schlechter Sanitärversorgung oder schlechten hygienischen Bedingungen aus.8

Ziele unserer globalen Partnerschaften

  • 5 Millionen Frauen wollen wir bis 2020 qualifizieren.
  • 800.000 Kleinbauern wollen wir helfen, ihre Lebensbedingungen zu verbessern.
  • Für 10 Millionen Kinder in Brasilien, Indien und Vietnam wollen wir bessere Möglichkeiten zum Lernen schaffen.
  • Bis 2020 werden wir 100 Prozent unserer landwirtschaftlichen Rohstoffe nachhaltig beschaffen.
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