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Der Unilever Sustainable Living Plan

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Der Unilever Sustainable Living Plan

Steigerung von Gesundheit und Wohlbefinden

Abfall

Abfälle & Verpackungen

Jedes Jahr kaufen wir über zwei Millionen Tonnen Verpackungsmaterial ein. Die zunehmende Ressourcenknappheit zwingt uns, dringend Lösungen für Reduzierung, Wiederverwendung, Recycling und Rückgewinnung von Abfall zu finden, der nach Gebrauch durch den Konsumenten entsteht, und uns hin zu einer Kreislaufwirtschaft zu entwickeln.

Jede Minute – weniger Zeit, als Sie benötigen werden, um diesen Absatz zu lesen – gelangt ein Müllwagen voller Plastik in Bäche und Flüsse und letztendlich in die Ozeane. Nur 14 Prozent der weltweit anfallenden Plastikabfälle finden ihren Weg in Recycling-Anlagen, ein Drittel gelangt in empfindliche Ökosysteme und 40 Prozent werden auf Mülldeponien entsorgt.1

Als Konsumgüterunternehmen sind wir uns der Ursachen und Folgen der linearen „Wegwerfwirtschaft" ganz besonders bewusst. Und wir wollen etwas verändern. Wenn wir das UN-Nachhaltigkeitsziel 12 – Nachhaltige/r Konsum und Produktion – erreichen wollen, ist es besonders wichtig, das lineare Konsummodell hinter uns lassen.

Der Business Case ist eindeutig. Plastikverpackungsabfälle bedeuten für die globale Wirtschaft einen jährlichen Verlust von 80 Milliarden Dollar. Die Vorteile der Kreislaufwirtschaft für Unternehmen und Umwelt liegen auf der Hand: Eine effektive Nutzung von Wertstoffen bedeutet geringere Kosten und weniger Abfall. Außerdem schafft dies neue Wertschöpfungsquellen für Kunden und Verbraucher, ein verbessertes Risikomanagement im Umgang mit Rohstoffen und verbesserte Konzepte für die Lieferkette.

Der Grundpfeiler des Unilever Sustainable Living Plans zum Thema Abfall unterstützt hauptsächlich zwei der UN-Nachhaltigkeitsziele: Nachhaltige/r Konsum- und Produktion (SDG 12) und Leben unter Wasser (SDG 14).

1Ellen MacArthur Stiftung

Unsere Strategie

Wir verstärken unsere Bemühungen zur Entwicklung einer Kreislaufwirtschaft.

recycling in brazil

Warum brauchen wir Verpackungen?

Verpackungen erfüllen zahlreiche Zwecke. Sie dienen dem Schutz der Ware etwa vor Verschmutzungen. Auf Verpackungen werden wichtige Informationen zur sicheren Anwendung und zur Entsorgung des Produkts angeben. Dank der Verpackung sind Produkte leicht zu verwenden und nach Benutzung zu verschließen, was sie wiederum länger haltbar macht. Verpackungen erleichtern zudem die Dosierung von Produkten und können somit auf unterschiedliche Kundenbedürfnisse zugeschnitten werden. In Entwicklungs- und Schwellenländern werden Produkte wie Waschmittel oder Shampoo oft in Einzelportionen verkauft, um sie für Verbraucher mit geringem Einkommen besser zugänglich und erschwinglicher zu machen.

Die Verpackungen landen jedoch oft auf Mülldeponien oder gar auf der Straße. Schätzungen zufolge wird es im Jahr 2050 mehr Plastikmüll als Fische im Meer geben.1

Zunehmenden Anlass zur Sorge machen zudem die Rohstoffe für die Herstellung von Verpackungen, ihre Recycelbarkeit und die Menge an Verpackungsmaterial. Darum haben sich einige führende Hersteller wie Unilever dazu verpflichtet, den Rohstoffverbrauch zu reduzieren und die Recycelbarkeit ihrer Verpackungen zu verbessern.

Aus rein wirtschaftlicher Sicht ist es nicht sinnvoll, Plastikverpackungen wegzuwerfen. Plastikverpackungsabfälle bedeuten für die globale Wirtschaft einen jährlichen Verlust von 80 Milliarden Dollar. Wir müssen daher nicht nur Verpackungen reduzieren, sondern sie in einer Kreislaufwirtschaft von Anfang an so gestalten, dass sie wiederverwendet oder recycelt werden können. In einer Kreislaufwirtschaft werden Wertstoffe wiederverwertet. Sie bewegen sich in einem geschlossenen System und werden daher nicht nach einmaliger Verwendung als Abfall entsorgt. Der Wert der Materialien einschließlich von Plastik geht daher nicht dadurch verloren, dass sie entsorgt werden.

1Ellen MacArthur Stiftun

Neue Strategie

2016 haben wir unsere Strategie zur Reduzierung des Verpackungsmülls überprüft. Wir teilen die wachsende Sorge von Regierungen, Nichtregierungsorganisationen und der Öffentlichkeit zum Thema Verpackungsmüll in der Natur. Wir haben unsere bisherigen Fortschritte überprüft und Bereiche definiert, in denen wir uns noch verbessern können. Ein wichtiger Teil unserer neuen Strategie ist es, die Umstellung hin zu einer Kreislaufwirtschaft weiter voranzutreiben. In einer Kreislaufwirtschaft werden Wertstoffe wiederverwertet. Sie bewegen sich stets in einem geschlossenen System und werden daher nicht nach einmaliger Verwendung als Abfall entsorgt. Dieses System setzt voraus, dass wir Lösungen finden, wie wir mit Abfall umgehen, der nach der Verwendung der Produkte entsteht.

Wir möchten eine Vorreiterrolle auf dem Weg zu einer Kreislaufwirtschaft für Kunststoff übernehmen. Im Januar 2017 verpflichteten wir uns daher, all unsere Plastikverpackungen bis zum Jahr 2025 so herzustellen, dass sie wiederverwendbar, recycelbar oder kompostierbar sind. Dieses Vorhaben baut auf anderen Zielen des Unilever Sustainable Living Plans auf, bis 2020 den Abfall, der durch die Entsorgung unserer Produkte entsteht, zu halbieren und bis 2025 den Anteil an Recyclingmaterialien in unseren Verpackungen auf 25 Prozent zu steigern.

Bestandteil dieses neuen Ziels ist es zudem, das Recycling von Wertstoffen nachweislich technisch möglich und wirtschaftlich rentabel zu machen, um alle unsere Plastikverpackungen wiederzuverwenden oder zu recyceln.

In Entwicklungsländern werden die meisten Einzelverpackungen verkauft. Gleichzeitig ist die Recycling-Infrastruktur in diesen Ländern oftmals nicht sehr effektiv. Einzelverpackungen landen auf Mülldeponien, auf der Straße oder in Gewässern und letztendlich im Meer. In den letzten vier Jahren haben wir an der Entwicklung einer neuen Technologie mitgewirkt, bei der ein spezieller chemischer Prozess zum Einsatz kommt: CreaSolv™. Mit dieser Technologie entstehen hochwertige Polymere, die immer wieder neu verwendet werden können. Sie bietet ein großes Potenzial für das Kreislaufwirtschaftsmodell. Dank diverser Testläufe in der Industrie konnten wir nachweisen, dass CreaSolv™ eine technisch praktikable Lösung zum Recyceln von Beuteln darstellt. 2018 werden wir den Einsatz von CreaSolv™ auf kommerzieller Ebene in unserer Pilotanlage in Indonesien testen.

Wir arbeiten eng mit der Ellen MacArthur Stiftung und ihrer Initiative Neue Plastikwirtschaft zusammen. Im Zuge dieser Partnerschaft verpflichten wir uns, bis 2020 alle Kunststoffe, die wir in unseren Verpackungen einsetzen, aufzulisten. So möchten wir bei der Erarbeitung des „Global Plastics Protocols", einer Reihe gemeinsamer Standards für die Industrie, helfen. Um den in der neuen Plastikwirtschaft wichtigen Bereichen Recycling, Wiederverwertung und Recycelbarkeit Rechnung zu tragen, sind tief greifende Veränderungen in der Industrie und die enge Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen aus dem Kunststoffverpackungssektor nötig.

Unser Ziel

Bis 2020 werden wir den Abfall, der durch die Entsorgung unserer Produkte entsteht, halbieren. Unsere Umweltziele werden „pro Verbraucheranwendung“ ausgedrückt. Eine Verbraucheranwendung ist eine einzelne Anwendung oder Portion eines Produktes. Wir verwenden einen lebenszyklusorientierten Ansatz und nehmen das Jahr 2010 als Grundlage.

Unser Fortschritt

Im Jahr 2017 ist unser Fußabdruck im Vergleich zu 2010 pro Verbraucheranwendung um 29 Prozent zurückgegangen.*

Zudem haben wir den bei der Produktion anfallenden Abfall deutlich verringern können. Im Jahr 2017 ist im Vergleich zu 2008 pro produzierte Tonne 98 Prozent† weniger Abfall entstanden.

*Unsere Umweltziele werden auf der Basis des Jahres 2010 und „pro Verbraucheranwendung“ ausgedrückt. Eine Verbraucheranwendung ist eine einzelne Anwendung oder Portion eines Produktes.

Unabhängig geprüft von PwC

Künftige Herausforderungen

Um eine Kreislaufwirtschaft zu erschaffen, müssen wir das Design unserer Produkte und unserer Verpackungen von Grund auf überdenken. Und dafür müssen wir die Systeme betrachten, in denen sich unsere Produkte bewegen. Das beinhaltet auch eine gewissenhafte Prüfung der Systeme, in denen sich unsere Produkte bewegen.

Wir hoffen, mit CreaSolv™ den Beutelabfall von einem globalen Problem zu einer Möglichkeit für nachhaltige Wirtschaftsentwicklung zu machen. Als Branche müssen wir jedoch eine Recycling-Infrastuktur zur Sammlung von Wegwerfbeuteln schaffen, um so ein Kreislaufmodell aufzubauen, an dem sich alle beteiligen.

Weder kann ein Unternehmen alleine eine Kreislaufwirtschaft erschaffen, noch können wir einfach Teil einer großen Kreislaufwirtschaft werden, da diese noch gar nicht existiert. Es gibt zudem viele Faktoren, die wir nicht beeinflussen können, wie das selektive Sammeln von Verpackungsmüll, mangelnde oder nicht vorhandene Infrastrukturen und begrenzte Investitionen in die Abfallbranche. Dennoch werden wir weiterhin mit anderen Unternehmen zusammenarbeiten und an die Regierungen appellieren, die politischen Rahmenbedingungen zu schaffen, um diesen Wandel voranzutreiben


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Ziele & Fortschritte

Wir haben uns das ehrgeizige Ziel gesetzt, den Abfall, der durch die Entsorgung unserer Produkte entsteht, zu halbieren.


Abfälle und Verpackungen
Unser Ziel

Bis 2020 werden wir den Abfall, der durch die Entsorgung unserer Produkte entsteht, halbieren.*

Unser Fortschritt

Im Jahr 2017 ist unser Abfallaufkommen im Vergleich zu 2010 um 29 Prozent zurückgegangen.*

Unsere Aktivitäten

Wir haben unser Ziel für 2020 schon zur Hälfte erreicht: den Abfall, der durch die Entsorgung unserer Produkte entsteht, zu reduzieren. Unser Fußabdruck pro Verbraucheranwendung ist seit 2010 um ca. 29 Prozent zurückgegangen*. Erreicht haben wir dies durch Verpackungen, die weniger Material benötigen und höhere Recycling-Raten.

Wir machen gute Fortschritte in den Bereichen, die wir direkt beeinflussen können wie z. B. die Reduzierung des Abfalls in unseren Geschäftsprozessen oder beim Produktdesign. Beispielsweise konnten wir bei der Verpackung unserer Lifebuoy Seifen und Sunsilk Shampooflaschen Tausende Tonnen Plastik einsparen.

Auch Verbesserungen im Recycling und in der Rückgewinnung haben zu unseren Fortschritten beigetragen. Die Herausforderung besteht jedoch darin, die Verbraucher zum Recycling zu bewegen und die benötigte Infrastruktur für die Rückgewinnung und Wiederverwendung sicherzustellen.

Darum arbeiten wir eng mit anderen zusammen, z. B. in Brancheninitiativen zum Ausbau der Recycling- und Wiederverwertungsinfrastruktur insbesondere für schwer recycelbare Materialien wie der Beutelabfall in Entwicklungsländern. Beispielsweise nutzen wir das Pyrolyse-Verfahren, um Beutelabfall in industriellen Brennstoff zu verwandeln. Zudem haben wir an der Entwicklung einer neuen Technologie mitgewirkt, bei der ein spezieller chemischer Prozess zum Einsatz kommt: CreaSolv™. Ziel ist es, hochwertige Polymere aus Beutelabfall zu recyceln, um daraus recycelbare Plastikverpackungen herzustellen. Dieser Prozess könnte es möglich machen, Einwegbeutel innerhalb einer Kreislaufwirtschaft zu recyceln.

2016 haben wir unsere Strategie zur Reduzierung des Verpackungsmülls überprüft und uns dazu verpflichtet, bis 2025 mindestens 25 Prozent recycelte Kunststoffe in unseren Verpackungen zu verwenden. 2017 setzten wir uns außerdem zum Ziel, bis 2025 all unsere Plastikverpackungen so herzustellen, dass sie wiederverwendbar, recycelbar und kompostierbar sind.

* Unsere Umweltziele werden auf der Basis des Jahres 2010 und „pro Verbraucheranwendung“ ausgedrückt. Eine Verbraucheranwendung ist eine einzelne Anwendung oder Portion eines Produktes.


  • Erfüllt 4

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Unsere Ziele

Unter Unabhängige Prüfung finden Sie weitere Informationen zum Prüfungsprogramm des Unilever Sustainable Living Plans.

Reduzierung des Abfalls in unseren Produktionsprozessen

  • Bis 2020 wird die Gesamtabfallmenge trotz deutlich höherer Produktionsvolumina auf oder unter dem Niveau von 2008 liegen.

Dies entspricht einer Reduzierung von rund 40 Prozent pro produzierte Tonne.

Nimmt man das Jahr 1995 als Grundlage, entspricht dies einer Reduzierung von 80 Prozent pro produzierte Tonne und einer Reduzierung von 70 Prozent in absoluten Zahlen.

Mit 76.000 Tonnen weniger Gesamtabfall als 2008 – dies entspricht einer Reduzierung um 51 Prozent pro produzierte Tonne – haben wir unser Ziel bereits 2012 erreicht.

2017 haben wir 147.444 Tonnen weniger Gesamtabfall als 2008 entsorgt – also 98 Prozent† weniger pro produzierte Tonne.

Im Vergleich zu 1995 entspricht dies einer Reduzierung von 99,3 Prozent in absoluten Zahlen.


  • Bis 2015 wird weltweit kein ungefährlicher Abfall mehr aus unseren Produktionsstätten auf Deponien entsorgt („Zero-Waste“).

Bis Ende 2014 haben wir weltweit keinen ungefährlichen Abfall aus unseren Produktionsstätten mehr auf Deponien entsorgt. 2017 haben elf unserer Produktionsstätten 0,07 Prozent des ungefährlichen Abfalls auf Deponien entsorgt.*


  • Alle neu gebauten Produktionsstätten haben die Zielvorgabe, im Vergleich zum Jahr 2008 weniger als die Hälfte des Abfalls zu produzieren.

2017 haben neue Fabriken in der Türkei, Vietnam, Indien und Iran die Produktion aufgenommen. Sobald diese in vollem Umfang tätig sind, soll dort höchstens die Hälfte des Abfalls im Vergleich zu unserem Vergleichswert von 2008 anfallen.


Unsere Aktivitäten

Wir haben unser Ziel, weniger Müll zu produzieren, bereits 2012 und damit acht Jahre früher erreicht. Trotzdem möchten wir uns ständig weiter verbessern. 2017 haben wir 147.444 Tonnen weniger Gesamtabfall als 2008 entsorgt – das sind 98 Prozent weniger pro produzierte Tonne.

Das Ziel, keine ungefährlichen Abfälle mehr auf Deponien zu entsorgen, erreichten wir Ende 2014 und damit ein Jahr früher als geplant. Wir gehen davon aus, dass wir in unserer Branche das erste Unternehmen dieser Größe waren. Seitdem konzentrieren wir uns darauf, dies auch beizubehalten, denn das Abfallmanagement ist ein fortlaufender, langfristiger Prozess.

Im Jahr 2017 haben 11 Produktionsstätten kleine Mengen ungefährlichen Abfalls auf Deponien entsorgt. Wir nehmen solche Vorfälle sehr ernst. Wir sind überzeugt, dass wir mit unserem Erfolg dennoch führend in der Branche sind und wir die richtigen Verfahren etabliert haben, um Probleme frühzeitig zu erkennen und zu beheben.

Das „Zero-Waste“-Modell haben wir auch erfolgreich auf andere Teile unseres Unternehmens übertragen, sodass knapp 400 Bürostandorte ebenfalls keinen Abfall mehr auf Deponien entsorgen.

* Unser Ziel ist es, weltweit keinen ungefährlichen Abfall mehr aus unseren Produktionsstätten auf Deponien zu entsorgen. Jedoch kann es Zwischenfälle geben, bei denen fälschlicherweise Abfall auf Deponien entsorgt, etwa bei Akquisitionen oder durch Fehler von Lieferanten. Wir betrachten das Zero-Waste-Ziel als erreicht, wenn in einem Zeitraum von 12 Monaten weniger als 0,5 Prozent ungefährlicher Abfälle auf Deponien entsorgt werden.

Unabhängige Prüfung durch PwC

Zero Waste ist erst der Anfang

Wiederverwendbare, recycelbare oder kompostierbare Kunststoffverpackungen

Bis zum Jahr 2025 werden all unsere Plastikverpackungen wiederverwendbar, recycelbar oder kompostierbar sein.

Die Fortschritte auf dem Weg zu diesem Ziel veröffentlichen wir in unserem Sustainable Living Report 2018.


Unsere Aktivitäten

Die Behandlung von Kunststoffen als wertvollen Rohstoff ist von entscheidender Bedeutung, um die Umstellung hin zu einer Kreislaufwirtschaft voranzutreiben.

Im Januar 2017 gaben wir bekannt, ab 2025 nur noch wiederverwendbare, recycelbare oder kompostierbare Kunststoffverpackungen einzusetzen. Bestandteil dieses Ziels ist es zudem, das Recycling von Wertstoffen technisch möglich und wirtschaftlich rentabel zu machen. Außerdem investieren wir in Technologien, die sich auf das Recycling mehrschichtiger Verpackungen konzentrieren. Das ist besonders für Küstenregionen wichtig, in denen das Risiko besonders hoch ist, dass Plastikmüll im Meer landet. Unsere Lösung möchten wir dann allen Unternehmen in der Branche zugänglich machen.

Plastikverpackungen neu erfinden - der Weg zu einer Kreislaufwirtschaft

Reduzierung von Verpackungen

Bis 2020 werden wir das Gewicht der Verpackungen, die wir verwenden, folgendermaßen um ein Drittel reduzieren:

  • Leichte Materialien
  • Optimierung des Struktur- und Materialdesigns
  • Entwicklung konzentrierter Produkte
  • Beseitigung unnötiger Verpackung

2017 haben wir das Verpackungsgewicht pro Verbraucheranwendung im Vergleich zu 2010 um 13 Prozent verringert.


Unsere Aktivitäten

Die Ergebnisse zeigen, dass unsere Maßnahmen der letzten Jahre, Verpackungen durch Innovationen, Gewichtsreduzierung und Materialänderungen zu reduzieren, Früchte tragen. Sie werden aber auch durch Zu- und Verkäufe von Geschäftsbereichen beeinflusst.

Dank der MuCell™-Technologie konnten wir den Anteil von Kunststoff in unseren Flaschen um bis zu 15 Prozent reduzieren. Wir glauben, dass eine erhebliche Menge Kunststoff eingespart werden kann, sobald wir die Technologie auch für andere Produkte einsetzen. Andere Beispiele der Abfallreduzierung sind: die Nutzung der sogenannten „Compression Injection Technology“ zur Reduzierung von Kunststoff in vielen unserer Becher, der Umstieg von Flaschen zu flexiblen Nachfüllbeuteln sowie die intelligente Nutzung von Design und Technologie, die zu einer geringeren Zahl an Materialschichten in vielen Beuteln geführt hat.

Plastikverpackungen neu erfinden - der Weg zu einer Kreislaufwirtschaft

Recycelbare Verpackung

  • Wir arbeiten mit anderen Unternehmen aus der Branche, mit Regierungen und Nichtregierungsorganisationen mit dem Ziel zusammen, in unseren wichtigsten 14 Ländern die Recycling- und Rückgewinnungsquote bis 2015 im Durchschnitt um 5 Prozent und bis 2020 um 15 Prozent zu steigern. Manchmal bedeutet dies die Verdoppelung oder sogar Verdreifachung der aktuellen Recyclingquote. Wir werden es den Verbrauchern leichter machen, unsere Verpackungen zu recyceln, indem wir Materialien verwenden, die am besten von den Recyclinganlagen verwertet werden können, die in ihrem jeweiligen Land zur Verfügung stehen.

Die Recycling- und Rückgewinnungsraten sind 2017 um 8 Prozent über den „2010 Average Recycling and Recovery Index (RRI)“ gestiegen, Durchschnitt in unseren wichtigsten 14 Ländern.


  • Bis 2025 werden wir den Anteil an recyceltem Kunststoff in unseren Verpackungen auf 25 Prozent steigern. Das wird wiederum als Katalysator für die Steigerung der Recyclingquoten wirken.

Etwa 4.850 Tonnen recyceltes Material aus Verpackungsabfällen wurde 2017 in unseren festen Kunststoffverpackungen verwendet.


Unsere Aktivitäten

Recycling und Rückgewinnung sind eine große Herausforderung, da wir von öffentlichen Vorgaben, von Infrastrukturen und dem Engagement der Verbraucher abhängig sind. Trotz dieser Schwierigkeiten verzeichnen wir eine Verbesserung unserer Recycling-Rate. Die Menge des recycelten oder rückgewonnenen Materials ist im Zeitraum von 2016 bis 2017 im Vergleich zu unserem Ausgangswert von 2010 um 8 Prozent gestiegen.

2017 ist der Anteil an recyceltem Material nach Gebrauch durch den Konsumenten, das wir in unseren festen Kunststoffverpackungen verwenden, gestiegen. In Argentinien verwenden wir seit 2017 beispielsweise Cif-Flaschen, die zu 50 Prozent aus recyceltem Polyethylenterephthalat (rPET) bestehen.

Die Verfügbarkeit von recyceltem Material in akzeptabler Qualität bleibt weiterhin eine Herausforderung in vielen unseren Märkten. Daher haben wir Initiativen ins Leben gerufen, die sich auf die Produktion hochwertiger Recyclate konzentrieren, die wir dann in vielen unserer Verpackungen testweise verwenden.

Plastikverpackungen neu erfinden - der Weg zu einer Kreislaufwirtschaft

Problemlösung für den Beutelabfall

Unser Ziel ist es, bis 2015 ein nachhaltiges Geschäftsmodell für die Handhabung unseres Beutelabfalls zu entwickeln und umzusetzen.

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Wir untersuchen weiterhin die Möglichkeiten neuer Technologien in Entwicklungs- und Industrieländern. Wir machen zwar langsamere Fortschritte als erwartet, sind jedoch auf einem guten Weg und zuversichtlich, in naher Zukunft eine gangbare Lösung zu finden.


Unsere Aktivitäten

Unser Ziel ist es, ein geschlossenes Kreislaufsystem für unseren Beutelabfall zu entwickeln. Dadurch können wir den Verbrauchern mit geringem Einkommen weiterhin die günstigen und praktischen Beutel anbieten, während wir gleichzeitig die Umweltproblematik dieses Formats lösen. Dies umfasst die Bereiche Abfall und Recycelbarkeit.

In den letzten vier Jahren haben wir an der Entwicklung einer neuen Technologie mitgewirkt, bei der ein spezieller chemischer Prozess zum Einsatz kommt: CreaSolv™. Mit dieser Technologie entstehen hochwertige Polymere, die immer wieder neu verwendet werden können. Sie bietet ein großes Potenzial für das Kreislaufwirtschaftsmodell. Dank diverser Testläufe in der Industrie konnten wir nachweisen, dass CreaSolv™ eine technisch praktikable Lösung zum Recyceln von Beuteln darstellt.

2018 werden wir den Einsatz von CreaSolv™ auf kommerzieller Ebene in unserer Pilotanlage in Indonesien testen. Als Branche müssen wir jedoch eine Recycling-Infrastuktur zur Sammlung von Wegwerfbeuteln schaffen, um so ein Kreislaufmodell aufzubauen, an dem sich alle beteiligen. Wir hoffen, mit CreaSolv™ den Beutelabfall von einem globalen Problem zu einer Möglichkeit für nachhaltige Wirtschaftsentwicklung zu machen.

Plastikverpackungen neu erfinden - der Weg zu einer Kreislaufwirtschaft

Eliminierung von PVC

Bis 2012 werden wir PVC (Polyvinylchlorid) aus allen Verpackungen verbannen, bei denen es technisch möglich ist.

99

Bis Ende 2012 hatten wir 99 Prozent des PVCs aus unserem Portfolio entfernt.


Unsere Aktivitäten

Wir haben gute Fortschritte bei unserem Ziel gemacht, PVC aus unseren Verpackungen zu entfernen. Das gilt auch für die Akquisitionen der letzten Jahre.

Wir haben darüber hinaus ein stabiles System etabliert, um sicherzustellen, dass das PVC in Verpackungen von neu übernommenen Unternehmen sofort eliminiert wird. Sollte es keinen gangbaren Ersatz wie beispielsweise bei der Versiegelung von Metalldeckeln geben, arbeiten wir mit den jeweiligen Lieferanten gemeinsam an entsprechenden neuen Technologien. Die Entwicklung von Alternativlösungen kann viele Jahre in Anspruch nehmen, da sie die Anforderungen bei der Herstellung und der Befüllung und die Bedürfnisse der Verbraucher erfüllen müssen.

Reduzierung des Büroabfalls

  • Bis 2015 werden mindestens 90 Prozent unseres Büroabfalls in unseren Top 21 Ländern wiederverwertet, recycelt oder rückgewonnen. Ab 2017 werden wir gar keinen Müll mehr auf Deponien entsorgen.

Unser gesamter Büroabfall wurde 2017* wiederverwertet, recycelt oder rückgewonnen. Zudem haben wir in unseren Top 21 Ländern keinen Müll auf Deponien entsorgt.


  • Bis 2015 werden wir den Papierverbrauch in unseren Top 21 Ländern um 30 Prozent pro Mitarbeiter reduzieren.

Wir haben unser Ziel bereits 2013 mit einer Reduzierung des Papierverbrauchs von 37 Prozent pro Mitarbeiter im Vergleich zu 2010 erreicht. 2016 haben wir bereits 62 Prozent weniger Papier verbraucht als noch 2010.


  • Wo dies rechtlich zulässig und technisch möglich ist, werden wir bis 2015 Papier aus allen Vorgängen in der Rechnungstellung, Wareneingangskontrolle, bei Bestellprozessen, in Finanzberichten und bei der Lohn- und Gehaltsabrechnung eliminieren.
73

Bereits 2015 wurden 73 Prozent der relevanten Geschäfts- und Finanzprozesse elektronisch abgewickelt.


Unsere Aktivitäten

Bis Ende 2017 haben wir unser Ziel erreicht, dass alle relevanten Standorte unserer Top 21 Länder keinen Müll mehr auf Deponien entsorgen. Wir haben unsere Bemühungen, Abfall zu reduzieren, auch außerhalb der Top 21 Länder auf 33 weitere Standorte ausgeweitet, die keinen Müll mehr auf Deponien entsorgen.

Der Papierverbrauch pro Mitarbeiter in unseren Top 21 Ländern ist im Vergleich zu 2010 um 62 Prozent zurückgegangen und wir wollen den Verbrauch noch weiter reduzieren.

Obwohl wir bereits seit 2015 in 73 Prozent der relevanten Geschäfts- und Finanzprozesse (ausgenommen Finanzberichterstattung und Lohn- und Gehaltsabrechnung) kein Papier mehr nutzen, ist der weitere Fortschritt eine Herausforderung. In einigen Ländern ist keine elektronische Rechnungsstellung zulässig bzw. einige Lieferanten zögern, elektronische Rechnungen zu akzeptieren. Dennoch arbeiten wir weiter an unserem Ziel, Papier aus unseren Geschäfts- und Finanzprozessen zu eliminieren.

* Wir beziehen die Standorte ein, bei denen wir entweder Eigentümer oder die Hauptmieter sind, und so das Abfallmanagement beeinflussen können. Wir sehen das Ziel „Kein ungefährlicher Abfall auf Deponien“ als erreicht und beibehalten an, wenn maximal 0,5 Prozent des ungefährlichen Abfalls (ungefährlicher entsorgter Abfall und recycelter und rückgewonnener Abfall), der an allen einbezogenen Standorten anfällt, auf Deponien entsorgt oder ohne Energierückgewinnung verbrannt wird.

Reduzierung des Büroabfalls
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