Kollegen helfen Kollegen
Nach den Dammbrüchen in Sachsen und Sachsen-Anhalt im Zuge des Elbe-Hochwassers 2002 packten Mitarbeiter aus allen deutschen Standorten vor Ort mit an, brachten Hilfsgüter in die betroffenen Regionen und halfen beim Aufräumen. Besonders schlimm war die Situation rund um unser Margarinewerk in Pratau nahe der Lutherstadt Wittenberg in Sachsen-Anhalt. Hier hatten viele Mitarbeiter enorme Schäden zu beklagen – trotzdem sorgten sie mit unermüdlichem Einsatz dafür, dass die ebenso betroffene Fabrik in kürzester Zeit wieder betriebsfähig war. In einer Spendenaktion sammelten Unilever-Kollegen in Deutschland mehr als 100.000 Euro, die der Konzern anschließend verdoppelte. Mit dem Geld wurden private Schäden der betroffenen Mitarbeiter ersetzt, sofern sie nicht von den Versicherern übernommen wurden. Dazu stellte Unilever der Gemeinde Pratau Geld für die Sanierung von Feuerwehrhaus und Kindergarten zur Verfügung.
Langfristige Hilfe
Nach der verheerenden Tsunami-Katastrophe im Dezember 2004 halfen die lokalen Unilever-Firmen in Asien spontan durch Bereitstellung von Transportmitteln und tatkräftigem Einsatz. Auch hier lief in Deutschland wie in anderen Ländern eine Spendenaktion, bei der Unilever den Gesamtspendenbetrag der Mitarbeiter verdoppelte. 215.000 Euro kamen so zusammen.
Über unsere Kollegen bei Unilever Thailand, die Kontakte zu mehreren lokalen Hilfsprojekten hatten, ging das Geld an eine Initiative der PDA (Population and Community Development Association). Die Organisation betreut den Wiederaufbau in vielen Notstandsregionen, wobei das Augenmerk auf nachhaltiger Hilfe liegt. Es war uns sehr wichtig, dass das Geld im Sinne einer ‚Hilfe zur Selbsthilfe’ angelegt wird, um den Menschen wieder eine langfristige Lebensperspektive zu geben.
Mit unseren Spenden unterstützt die Organisation drei zusammenhängende Dörfer, in denen der Tsunami zwar keine Menschenleben gefordert, dafür aber jegliche Existenzgrundlagen zerstört hat. Ein Einwohner formulierte es wenige Wochen nach der Katastrophe so: „Niemand starb, aber alles kam zum Stillstand. Es gibt keine Arbeit. Es gibt kein Einkommen.“
Die Hilfsaktivitäten laufen in enger Abstimmung mit den betroffenen Menschen: PDA hat sehr große Erfahrung darin, nachhaltige Hilfe sensibel möglich zu machen. So geht die Organisation nach festgelegten Prinzipien vor, die zum Beispiel regelmäßige Schulspeisungen durch Mütter, Schaffung von Grundlagen für Gemüseanbau, Aufforstung der zerstörten Mangroven-Wälder sowie Reparatur und Neubau der Fischerboote umfassen. So ist sichergestellt, dass die Dörfer bald wieder ohne fremde Hilfe existieren können.