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Wie gut lebt es sich von Luft und Liebe?

Es ist das ewige Leid der Studenten: zu knapp bei Kasse, um gut und ausgewogen zu essen. Wie gut, dass Mutters Kühlschrank stets gefüllt ist.

StudentenfutterStudentenfutter – vom Sonderangebot zum Lammfilet

Es ist ein altbekanntes Vorurteil: Studenten haben kein Geld. Feiern, ausgehen, trinken – das kostet. Es scheint als hätte man nachts – denn diese Aktivitäten verlagern sich meist auf die Nacht – jegliche Kontrolle über die, ach so oft mit Mama und Papa einstudierten, Sparmaßnahmen verloren.

So schmeißt und wirft und gibt man seine, unter der Woche mühsam gesparten, Moneten aus Fenster und Tür. Bis ins Morgengrauen hinein und einem Kontostand von zwanzig Euro – am 10. des Monats. Der Spaß hat sich gelohnt, bis man das nächste Mal probiert an der Supermarktkasse mit EC-Karte zu zahlen: Karte nicht akzeptiert – so ein Mist.

Aus der Freiheit in Mutters Küche

Und jetzt? In den nächsten Tagen kämpft man sich von Sonderangebot zu Sonderangebot gekämpft auf der ständigen Suche nach dem Preisvorteil. Auf ausgewogene Ernährung kann keine Rücksicht mehr genommen werden. Ab und an ein Abstecher in die Mensa, die Reue danach – und endlich die Erlösung auf der Mailbox: „Hallo Kind, hier ist deine Mutter, hast du nicht Lust vorbeizukommen? Dein Vater und ich essen heute Lammfilet in Pfeffersauce mit Knödeln.“

Endlich ausgezogen, kehrt man doch gerne wieder Heim – vor allem, wenn es nur für ein paar sättigende Stunden ist. Für alle die, die sich – im ersten Befreiungsaffekt nach dem Abitur – in weiter Ferne niedergelassen haben, muss der spontane Abendbesuch im Elternhaus wohl ausfallen. Alle paar Monate, ausgehungert und kraftlos, ist die Freude über einen reich gedeckten Tisch allerdings noch größer. Mehr als eine Brotaufstrichvariante, frisches Brot, Obst, Fleisch, Fisch und sogar Nachtisch erwartet die ausgehungerten Flüchtlinge, ganz zu schweigen von den Schlemmerorgien zu Weihnachten und Ostern…

Und als letztes noch das Beste am Besuch bei den Eltern: Der „Einkauf“ im Speisekeller – ganz umsonst.

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