Von der Steinzeit bis auf unseren Teller – rund, kraftvoll und lecker
„Willst Du leck’re Knödel sehn, musst Du in die Berge gehn“ – auch an dieser frei formulierten Faustregel ist natürlich etwas dran: Schließlich gelten Österreich und Bayern als Königreiche der Knödel. Längst aber hat der Knödel in all seiner Vielfalt allerorten Einzug in den Speiseplan gehalten, wobei Kartoffel- und Semmelknödel in der Gunst vorn liegen. Doch wer hat die runde Delikatesse erfunden? Und gibt es ihn wirklich, den Ur-Knödel?
Wer sich mit der Geschichte des Knödels befasst, stößt vor allem auf eines – Lücken. Erstmals erwähnt werden Knödel in Pergamentschriften, die um das Jahr 1000 entstanden sind. Wissenschaftler fanden allerdings auch in Pfahlbauten der Stein- und Bronzezeit (ca. 2000 Jahre v. Chr.) Speisereste, die belegen, dass die Menschen schon damals Fleisch oder Obst mit Teigmasse umhüllten. Dann bleibt es lange Zeit ruhig um den Knödel. Aus dem 11. Jahrhundert existieren Darstellungen eines Knödelmessers, das in herrschaftlichen Häusern lange das einzige Besteck war, während das gemeine Volk mit den Händen essen musste. Mit diesem auch Knödelwürger genannten Messer ließen sich Bratenstücke und Knödel aufspießen und in den Mund befördern. Die erste bildliche Knödel-Darstellung findet sich auf einer Freske aus dem späten 13. Jahrhundert in der Burgkapelle von Hocheppan in Südtirol, die eine Knödel verspeisende Klosterfrau zeigt. Klosterschriften des Mittelalters liefern einige Hinweise auf Fleischknödel – während sich die ärmere Bevölkerung bis ins 16. Jahrhundert hinein mit Brotknödeln begnügen musste.
Als die spanischen Eroberer die Kartoffel aus Amerika nach Europa brachten, brach in der Knödel-Historie ein neues Kapitel an: Wegen ihres hohen Stärkeanteils eignete sich die Kartoffel bestens zur Herstellung der runden Speise. Fortan lieferte der Kartoffelknödel die Basis für eine Vielzahl gefüllter Klöße. Im „Knödelland“ Österreich gilt bis heute der Montag als „Knödeltag“.
Geburtsstunde von Pfanni
Die industrielle Revolution trieb im 19. Jahrhundert auch die Knödelherstellung zur Blüte: Die Unternehmer Johannes und Werner Eckert experimentierten 35 Jahre lang an der Trocknung von Kartoffeln, um sie so haltbar zu machen – übrigens eine der ältesten Formen der Lebensmittelkonservierung, die einst schon die Inkas anwandten. 1914 gelang den Kartoffelexperten schließlich der Durchbruch und 1949 brachten die Brüder ein Kartoffelpulver auf den Markt, das sich mit Wasser angerührt zu Knödeln und Kartoffelpuffern formen ließ – die Geburtsstunde der Marke Pfanni. 1970 erleichterte Pfanni Hausfrauen mit dem ersten Knödel im Kochbeutel die Arbeit – das langwierige Anrühren und Formen des Teiges entfiel. Bis 1986 war Pfanni alleiniger Hersteller dieses beliebten Kartoffel-Fertigprodukts.
So hat sich mit dem Knödel in all seinen Variationen von der Steinzeit bis heute auch ein Stück Esskultur erhalten. Heute können Knödelliebhaber nach Herzenslust zugreifen: Ob Kartoffel- oder Semmelknödel, mit Gemüse, Pilzen, Röstzwiebeln oder Speck verfeinert – im Knödelregal findet jeder seinen Favoriten. Kartoffelknödel sind dabei die Klassiker der deutschen Küche. Pfanni Kartoffelknödel im Kochbeutel eignen sich zum Beispiel bestens für die schnelle und unkomplizierte Zubereitung. Feine blanchierte und gekochte Kartoffeln, ausgewogen gemischt und fein gewürzt – ideal zu Fleisch-, Fisch- oder Gemüsegerichten. Übrigens: Für 6 Pfanni Kartoffelknödel werden rund 10 frische Kartoffeln schonend verarbeitet.
Der Knödelhimmel besteht aber nicht allein aus Kartoffelknödeln: Auf der Beliebtheitsskala nimmt der Klassiker aus Brot nach wie vor einen Spitzenplatz ein – der Semmelknödel. Besonders beliebt ist dieser ursprünglich aus Bayern stammende Knödel wegen seines herzhaft-würzigen Geschmacks. Er eignet sich gut als Beilage zu Braten und Saucen-Gerichten, wie z.B. einem Pilzragout oder Gulasch. Pfanni bringt seit fast 30 Jahren den unverwechselbaren Geschmack des leckeren Semmelknödels auf den Tisch – auch als Pilzknödel oder mit Röstzwiebeln oder Speck verfeinert.
Die Minis kommen
2005 schließlich schlug die Traditionsmarke mit der Entwicklung der Mini-Knödel ein weiteres Kapitel in der Knödelgeschichte auf: Die vorgeformten Knödel ohne Kochbeutel lassen sich in sieben Minuten im kochenden Salzwasser garen und damit schneller zubereiten als manche Nudelsorte. Und ähnlich wie die beliebten Teigwaren bieten Pfanni Mini Knödel vielseitige Verwendungsmöglichkeiten – ob „klassisch“ als pfiffige Beilage, sommerlich leicht auf Salat oder in der bunten Gemüsepfanne. Die kleinen Knödel lassen sich auch in Mikrowelle, Pfanne und Backofen zubereiten. So sorgt die neue Knödelgeneration für ein völlig neues Koch- und Schlemmererlebnis bei Erwachsenen und natürlich auch bei ihren "Minis". Da gibt’s doch eigentlich keinen Zweifel, dass Knödel auch in 1.000 Jahren noch zum Speiseplan gehören, oder?
